"Eine beschissene Einmündung"

Braucht der Abzweig zur Steinbrinkstraße einen Spiegel?

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Plettenberg – Dass die Situation an der Einmündung Steinbrinkstraße/Brachtstraße/Goethestraße „beschissen“ ist, wie es Bürgermeister Ulrich Schulte unumwunden formulierte, darin waren sich die Vertreter des Plettenberger Stadtrats einig. Aber was tun? Darüber herrschten unterschiedliche Meinungen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Carsten Hellwig hatte die Diskussion mit einem Antrag angestoßen. Er forderte, am Ende des „Ausstiegs“ der Steinbrinkstraße einen Spiegel zu installieren, womit die „Gefahrensituation erheblich vermindert“ werden könne.

Nachdem bereits Dietmar Rottmann (CDU) erste Zweifel an einer Spiegel-Lösung angebracht hatte und von einer „Pseudosicherheit“ sprach, trug Stefanie Schade aus der städtischen Straßenverkehrsabteilung ihre Sicht der Dinge vor. „Ich denke auch, dass ein Spiegel die Unfallgefahr eher noch erhöhen würde.“ Die Befürchtung: Fahrer, die aus der Brachtstraße in Richtung Goethestraße unterwegs sind, tasten sich nicht mehr so vorsichtig wie jetzt an den Rechts-vor-links-Balken, sondern schauen in den Spiegel und fahren eher noch schneller durch. „Und der Spiegel verzerrt ja auch“, gab Stefanie Schade zu bedenken.

Die Unfallzahlen jedenfalls fordern nicht zum Handeln auf. Seit 2016 habe die Polizei sechs Unfälle registriert, von denen fünf etwas direkt mit dem Einmündungsbereich zu tun hatten. Daher habe sich auch die Polizei gegen einen Spiegel ausgesprochen, berichtete Stefanie Schade.

„Müssen wir dann erst darauf warten, dass die Unfallzahlen steigen, bevor etwas passiert?“, bohrte Hellwig. „Nichts liegt uns ferner, als die Interessen der Bürger nicht zu berücksichtigen“, entgegnete Stefanie Schade. Manchmal sei es aber so, dass an vermeintlich einfachen Kreuzungen wie der Oesterweg oder das Ende der Grünestraße in Höhe Hiby häufiger Unfälle passieren, als an Abzweigen, an denen man etwas mehr Konzentration benötigt – so wie an der Steinbrinkstraße.

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