„Sie haben hier ja mehr als nur das AquaMagis!“

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Der Gruppe des Bochumer Seniorenbüros habe es so gut in Plettenberg gefallen, dass sie in größerer Zahl noch einmal wiederkommen möchte.

Äußerst begeistert zeigten sich die Mitglieder des Bochumer Seniorenbüros von der Vier-Täler-Stadt – dabei hätten sie im Vorfeld kaum brauchbare Informationen über Plettenberg erhalten können.

Die rüstigen Rentner aus dem Ruhrgebiet hatten nach eigener Aussage mehrmals per Telefon versucht, genauere Informationen über das kleine, ihnen bisher unbekannte Städtchen im Sauerland zu erhalten. „Lange Zeit konnten wir niemanden erreichen. Dann hieß es, in Plettenberg gebe es nichts zu sehen, außer das AquaMagis“, erklärte Günter Heinisch vom Seniorenbüro.

Gut, dass die Gruppe mit Stadt- und Kirchenführerin Renate Martin-Schröder eine kompetente ‘Reiseleiterin’ besaß. Denn am Ende eines ereignisreichen Tages waren sich die Bochumer Besucher einig: „Sie haben eine sehr schöne Stadt und mehr zu bieten als nur das AquaMagis!“ Die Gäste aus dem Ruhrgebiet könnten nicht verstehen, warum sich manche Plettenberger mit ihrer Stadt so schwer tun würden. „Schade, dass man nicht sieht, was man alles aus Plettenberg machen könnte“, erklärte Heinisch.

Dass es durchaus auch gute Werbung für die Vier-Täler-Stadt gibt, beweist der Umstand, wie die Gruppe auf Plettenberg aufmerksam wurde. „Ich hatte einen Flyer über Plettenberg bei der Essener Tourismus-Messe gesehen und dachte mir, dass das auch ein schönes Ausflugsziel sei“, erklärte Heinisch, der immer auf der Suche nach interessanten Ausflugsorten für seine Gruppe sei. Derzeit würde die gesamte Lenneschiene bereist.

Am späten Vormittag waren die Mitglieder des Bochumer Seniorenbüros am Eiringhauser Bahnhof angekommen. Von Martin-Schröder in Empfang genommen, ging es zunächst zur Johanniskirche. Hier zeigten sich die Ruhrgebietler überrascht von der Größe des Gotteshauses, das in einem immerhin relativ kleinen Ortsteil steht. Weiter ging es über die Lennepromenade zur Kirche St. Johann Baptist.

Wie bis zuletzt in der großen Politik üblich, grüßte Pastor Eduard Mühlbacher zufällig von seinem Balkon die kleine Reisegruppe. „Das war ein schöner Zufall, denn Pastor Mühlbacher konnte uns so die Kirche aufschließen“, sagte Martin-Schröder. Der Kontrast der beiden Kirchen habe beeindrucken können: Vor allem die moderne Architektur von St. Johann Baptist hätte es den Bochumern angetan.

Per Bus ging es weiter in Richtung Innenstadt. Anhand des Plettenberger Stadtmodells im Heimathaus berichtete Martin-Schröder über den verheerenden Stadtbrand von 1725. Ein Besuch des nahen Plettenberger Wahrzeichens, der Christuskirche, durfte natürlich nicht fehlen.

Beeindruckt habe auch die unter dem Maiplatz fließende Oester. Besonders wichtig war den Bochumern aber der Besuch der Kirche St. Laurentius – diese kannten sie bereits vom vor erst wenigen Wochen hier stattgefundenen ZDF-Fernsehgottesdienst. Vor allem die Ruhe und die Architektur der Innenstadt schätzten die Bochumer sehr. „Im Ruhrgebiet ist alles schon ein bisschen lauter“, erklärte eine Reiseteilnehmerin.

Die fidelen Rentner luden sogleich auch alle Plettenberger zu einem Gegenbesuch ein. „Kommen Sie in unsere Stadt, sie hat sich in den letzten Jahren wirklich sehr zum Positiven verändert“, erklärte Heinisch, der auch gleich einen Ausflugstipp parat hatte: „Unser Bermudadreieck ist immer einen Besuch wert. Hier trinke auch ich gerne mal mein Bierchen.“ Über eine Stunde länger als geplant waren die Mitglieder des Bochumer Seniorenbüros in Plettenberg geblieben.

Und da im Vorfeld der Reise viele Mitglieder – vermutlich aufgrund des schlechten Wetters – abgesagt hatten, wolle man die Vier-Täler-Stadt definitiv wieder besuchen. Nur dann, so versprach Heinisch, in einer wesentlich größeren Teilnehmerstärke.

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