Plettenberger "Bier-Gate"

Altes Bier in den Fluss gekippt: So reagieren die Angler

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Dier Angelsportfreunde Bremcke um den Vorsitzenden Thomas R. Schulte (re.) kümmern sich um den Fischbesatz in Else und Lenne. Die jüngste Biereinleitung nimmt man mit Humor.

Plettenberg – Ein versteckter Gulli, 80 Flaschen abgelaufenes Bier, der ganz in der Nähe plätschernde Bach und eine missverstandene Chef-Anweisung sorgten in dieser Woche für eine Geschichte, die Plettenberg bundesweit in die Schlagzeilen brachte und für viele schmunzelnde Gesichter sorgte.

Ob WDR, RP-Online, der Bonner General Anzeiger, Spiegel Online oder Radio MK – überall wurde über den 15-jährigen Praktikanten berichtet, der etwas tat, was im Sauerland eher ungewöhnlich ist: Er schüttete Bier weg. Genauer gesagt abgelaufenes Bier. Der Marktleiter des Hit-Verbrauchermarktes hatte dem Praktikanten zuvor die Anweisung dazu gegeben. Die missverstand der Jugendliche und verstand Fluss statt Abfluss.

So ähnlich muss es passiert sein: Der Praktikant bei der Bier-Entsorgung in die von den Anglern gepachtete Else.

Also ging er mit den 80 Flaschen im Einkaufswagen zum Geländer des Else-Bachs und schüttete das Bier mit dem abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum in das Bachbett. Das beobachteten Zeugen und riefen die Polizei auf den Plan, die die Bier-Entsorgung im Sauerland aktenkundig machte. 

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Die Angelsportfreunde Bremcke nahmen den Vorfall als Pächter der Else mit Humor und verlangten allenfalls eine Entschädigung für die von der Redaktion nachgestellte Szene am Elseufer. „Einer Anzeige können Sie nur entgehen, indem Sie uns schnellstmöglich, die im Rahmen verbliebenen Flaschen zukommen lassen“, schrieb der Vorsitzende Thomas R. Schulte der Redaktion, um augenzwinkernd anzufügen: „Wir würden den Inhalt dann selbstverständlich gemäß Gefahrstoffverordnung entsorgen.“ 

Im Gespräch mit unserer Zeitung kann er das Vorgehen und die Anzeigenstellung allerdings nicht ganz nachvollziehen. „Dass deshalb eine Anzeige gestellt wurde, ist ein Unding. Da hätte schon jemand einen ganzen Getränkelaster in die Else kippen müssen. Aber wie sich das dann auf den Fischbestand auswirkt, weiß wahrscheinlich auch niemand, denn da gibt es wenig Erfahrungswerte“, sagte Schulte, für den andere Fremdeinleitungen in Else und Lenne viel bedenklichersind. 

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