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Besonders für die Generation Ü60: Viele Interessenten für Neubau in der Plettenberger Innenstadt

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Von: Georg Dickopf

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Als das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen Plettenberg (GWU) am 9. März 2020 zum Spatenstich an der Grünestraße einlud, konnte man sich nur schwer vorstellen, wie der Wohnkomplex zwischen die bereits vorhandene Wohnbebauung passen würde. 

Plettenberg - Die dahinter wohnenden Mieter hatten in der Planungsphase Bedenken geäußert, demnächst im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein fristen zu müssen.

Doch dazu kam es nicht, wie der für das technische Bestandsmanagement zuständige Lutz Cronauge beim Ortstermin verrät: „Wir haben im Vorfeld genaue Berechnungen zur Sonneneinstrahlung gemacht und das Gebäude, die Abstände und die Höhe darauf abgestimmt.“

Und deshalb scheint nun trotz der verdichteten Bebauung weiter für alle Bewohner die Sonne. Noch dazu habe man im Zuge der Bauarbeiten auch die Zufahrten zu den anderen Häusern barrierefreundlich gestaltet.

Sehr zufrieden zeigte sich GWU-Geschäftsführer Steve Baltot auch über die Bauzeit, denn pünktlich zum Jahresende soll der Wohnkomplex zwischen Brachtstraße und Grünestraße mit insgesamt 22 Wohnungen bezugsfertig sein. Derzeit laufen die Arbeiten am Innenausbau auf Hochtouren.

Großes Mieter-Interesse

Davon überzeugten sich laut Baltot am letzten Wochenende bereits zahlreiche Interessierte, die die ersten Besichtigungstermine wahrnahmen. „Das Interesse ist groß, gerade bei der Generation Ü60“, sagt Cronauge. Geschätzt werde von den Interessenten der Zuschnitt der Wohnungen, die größtenteils mit 57 Quadratmetern, aufgeteilt auf ein Wohn- und ein Schlafzimmer, eine Küche und ein Bad ausgelegt sind. Doch auch die mit 74 Quadratmetern großzügiger geschnittenen Wohnungen im Dachgeschoss seien stark nachgefragt.

„Wir haben viele potentielle Mieter, die ihr Haus verkauft haben oder verkaufen wollen, die sich kleiner setzen wollen und die stadtzentrale Lage, die Tiefgarage und den Aufzug schätzen“, sagte Kundenbetreuer Peter Hagemann, der auch Interessenten aus Duisburg und dem Kreis Olpe an der Grünestraße begrüßen konnte. Der Preis von zehn Euro Kaltmiete sei zwar vergleichsweise hoch, aber der Ausstattung, Lage und den gestiegenen Baukosten geschuldet. In Attendorn werde für ähnliche Objekte eine Kaltmiete von fast 15 Euro verlangt. Vorteilhaft sei die energiesparende Fußbodenheizung über die Luftwärmepumpen, mit denen man von Öl und Gas unabhängig sei.

Die größtenteils fertiggestellte Tiefgarage biete Platz für 33 Fahrzeuge. Das extra verstärkte Dach, das demnächst noch begrünt wird, könne im Einsatzfall von der Drehleiter der Feuerwehr befahren werden.

Während in dem neuen Wohnkomplex der Endspurt für die Fertigstellung der barrierefreien Wohnungen läuft, bereitet das Team um Steve Baltot, Lutz Cronauge und Peter Hagemann bereits das nächste GWU-Projekt vor, denn unterhalb der Brachtstraße soll als Abschluss der Wohnraumverdichtung im Stadtzentrum ein Anbau mit sechs je 57 Quadratmeter großen Wohnungen und einer 74 Quadratmeter großen Wohnung angegangen werden. Der Bauantrag soll demnächst gestellt werden, damit der Baustart im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen kann.

Auf eine Fertigstellung hofft Baltot bis spätestens Mitte 2023. Vertrauen werde man dabei größtenteils auf die zuletzt eingesetzten Baufirmen aus der heimischen Region, die auch das aktuelle 6 Millionen-Projekt realisierten. „Unser Vorteil war, dass wir durch den rechtzeitigen Baustart keine großen Verzögerungen oder Lieferprobleme bei den Baumaterialien hatten“, betonte Cronauge, der hofft, dass auch der demnächst geplante Neubau ähnlich reibungslos umgesetzt werden kann.

Samstag Besichtigungen

Am Samstag, 6. November, bietet man Interessenten nach Voranmeldung von 9 bis 15 Uhr weitere Besichtigungstouren im Halbstundentakt an. Anmeldungen dazu werden unter der Rufnummer 02391 929221 beim GWU erbeten.

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