Felix Freiherr zu Inn- und Knyphausen plant naturnahen Erlebnisbereich in Plettenberg 

Burgruine Schwarzenberg als Erlebniswald: Was halten Sie davon? 

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Die Burgruine Schwarzenberg soll zu einem Erlebniswald werden, in dem die Geschichte der Wehranlage erlebbar wird.

Plettenberg – Wenn man die Attraktionen Plettenbergs aufzählt, wird die Burgruine Schwarzenberg oft vergessen, denn die liegt gewissermaßen seit Jahrzehnten im Dornröschenschlaf. Im 19. Jahrhundert durch einen Brand größtenteils zerstört, zeugen heute nur noch Überreste der Mauern von der Bedeutung der Burg als militärischer Stützpunkt der Grafschaft Mark. Kämpften die Burgherren einst vor allem gegen das Erzbistum Köln, so sind die heutigen Feinde der Frost und die immer tiefer in die Mauerwerksreste eindringenden Wurzeln der umstehenden Bäume.

Um den weiteren Verfall der Burgruine zu stoppen und das gesamte Gelände wieder mehr ins Bewusstsein zu bringen, hat Felix Freiherr zu Inn- und Knyphausen als Besitzer der Burgruine sowie der angrenzenden Flächen und Wälder Großes vor. Er plant einen Bereich, der Naturerlebnis in Kombination mit der Geschichte der denkmalgeschützen Burgruine bieten soll. 

Der auf Schloss Bodelschwingh in Dortmund wohnende Freiherr bestätigte gegenüber unserer Zeitung entsprechende Vorhaben. Was genau geplant ist, wollte er nicht verraten, bestätigte aber, dass unter anderem die Realisierung eines Baumhaushotels und eines Kletterparks geprüft würden. „Allerdings ist eine Übernachtung im Außenbereich genehmigungstechnisch schwierig“, verriet der Schlossherr, der die Burgruine in Plettenberg auch großflächig freischneiden lassen will. 

Felix Freiherr zu Inn- und Knyphausen lotet gemeinsam mit der Stadt die Möglichkeiten aus.

„Dreh- und Angelpunkt des Projektes ist es, die Burgruine sichtbar und erlebbar zu machen – im Einklang mit der Natur und nicht als Rummelplatz.“ Als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnete zu Inn- und Knyphausen Gerüchte über einen Investor bzw. Betreiber des Projektes aus Holland: „Das ist mein Wald, mein Grund und Boden und meine Idee – und deshalb will ich die Idee auch selbst umsetzen.“

Auch seien Sorgen der Paseler Dorfbewohner völlig verfrüht, was einen möglichen Shuttleverkehr durch das Lennedorf angeht. „Es ist ja noch gar nicht klar, was von den ganzen Ideen überhaupt umsetzbar ist. Und wenn es ein Baumhotel für zwölf Personen wird, muss man sich über den Verkehr keine großen Gedanken machen“, so der Dortmunder, der eine Umsetzung der Pläne vor dem Jahr 2021 nicht für realistisch hält. 

Bürgermeister Ulrich Schulte bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung entsprechende Vorgespräche mit Felix Freiherr zu Inn- und Knyphausen. „Wir sind mit im Boot und unterstützen das ganze Projekt“, sagte Schulte. Aktuell liefen diverse Vorabstimmungen mit den einzelnen Behörden und der Bezirksregierung Arnsberg, um zu prüfen, welche baulichen Maßnahmen und Projekte in dem Außenbereich überhaupt genehmigungsfähig seien. Schließlich müsse möglicherweise auch eine Flächennutzungsplanänderung vorgenommen werden. 

Doch ungeachtet aller Hürden freut sich das Plettenberger Stadtoberhaupt über die Initiative des Schlossherren. „Das ist uns sozusagen in den Schoß gefallen. Ich hätte es gerne“, wünscht sich Schulte eine Realisierung des Erlebnisparks Burgruine an der Lenneroute, mit der die Stadt Plettenberg um eine Attraktion reicher wäre.

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