Müllberge, Autowracks, eingeschlagene Scheiben

SPD besichtigt Müll am Beiese: "Dass es so etwas in Plettenberg gibt"

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Plettenberg - Müllberge, Autowracks mit eingeschlagenen Scheiben, offene Container: Eine unschöne Seite Plettenbergs schauten sich die SPD-Mitglieder jetzt zusammen mit Anwohnern am Beiese an.

Seit Monaten ist die Situation unmittelbar neben dem Spiel- und Bolzplatz kaum in den Griff zu bekommen. Die Sozialdemokraten wollen das ändern – mit Aufklärung, notfalls aber auch mit Bußgeldern.

Dass es am Beiese ein ernsthaftes Problem gibt, ist längst bekannt. Zwar handelt es sich bei der betroffenen Stelle am Spielplatz um ein Privatgelände. Doch stelle sich die Frage, in welchem Ausmaß andere Bewohner und Spielplatzbesucher diesen Anblick hinnehmen müssen, so die SPD.

Diese erklärte am Donnerstag, dass die Stadt in diesem Bereich nicht viel gegen den Unrat machen könne. Denn für illegale Müllentsorgungen auf Privatgeländen sei der Kreis zuständig – deshalb sei auch kein Vertreter des Ordnungsamtes zu diesem Termin erschienen.

Martina Reinhold lobte die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit dem Kreis. Dennoch könne die Verwaltung neben regelmäßigen Kontrollen die dortigen Bürger lediglich über den Umgang mit Müll aufklären. Ein entsprechender Antrag an den Bürgermeister soll gestellt werden. In der jeweiligen Sprache sollen die Bewohner darüber hinaus mit einem Schreiben auf das Thema aufmerksam gemacht werden. „Vielleicht muss man ja auch in diesem Zusammenhang Sachverhalte erklären, die für die meisten Bürger absolut selbstverständlich sind“, heißt es. In ein solches Schreiben gehöre auch ein Hinweis auf Bußgelder und die Umsetzung entsprechender Verfahren, verlangen die Sozialdemokraten.

Auch der Vermieter der betroffenen Wohnungen hat inzwischen einen wichtigen Schritt unternommen. Poller sollen dafür sorgen, dass die Straße nur noch von den Anwohnern befahren wird. Um Mülltouristen finden und belangen zu können, wurde auch eine Überwachungskamera installiert.

Beim Besuch am Donnerstag zeigten sich die SPDler regelrecht schockiert von den Zuständen: Überall Müll, die Häuser verdreckt, Garagentore teilweise zerstört, Scherben, kaputte Stühle. „Dass es so etwas in Plettenberg gibt“, konnte ein SPD-Mitglied es kaum fassen. Mülltouristen täten ihr Übriges, erklärten aufgebrachte Anwohner; diese Mengen Müll könnten die Bewohner am Bolzplatz gar nicht alleine produzieren. Erstaunlich: Der angrenzende Spielplatz scheint so gut wie müllfrei zu sein.

Vor zwei, drei Wochen war die Situation noch deutlich schlechter. Zu diesem Zeitpunkt war Martina Reinhold schon einmal am Beiese gewesen. „Alles stand voller kaputter Autos“, erinnerte sie sich. In einem Ölfass verbrannten Anwohner Müll. „Das passiert hier häufiger“, warf ein Anwohner ein. „Plastik und lackiertes Holz machen viel Rauch.“ Mehrere Wagen und viel Müll wurden inzwischen entfernt.

Auch andere Stadtteile seien von Müllproblemen betroffen, erklärte die SPD, die den Beiese beispielhaft besucht hat. Auch dort gelte es, präventiv vorzugehen und mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, um aufzuklären.

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