„Erdarbeiten in der nächsten Woche abgeschlossen“

SPD besichtigt Firma Junior an der Ziegelstraße  

Plettenberg - Die Firma Junior hat das Industriegebiet Osterloh-West erworben und baut eine neue Produktionsstätte. Damit werden rund 15 Millionen Euro in den Standort Plettenberg investiert. Die heimische SPD schaute sich zum Abschluss ihres Sommerprogramms die Firma an der Ziegelstraße genauer an.

Dort erklärte Gerhard Junior, einer der Geschäftsführer, die Pläne für die neue Halle. Die Produktion der Gerüste würde zum Osterloh verlagert, wo dann im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden soll. Lager, Verladung und Vertrieb sollen an der Ziegelstraße bleiben. Heißt: Es wird ein reges Hin und Her zwischen den beiden Standorten geben. Dann würde auch die Elsetal-Entlastungsstraße wieder interessant, die immer wieder Thema in der Stadt ist. „Uns hat man mal gesagt, dass diese 2013 fertig sein sollte“, sagte Junior. Bis jetzt sei nichts passiert. Eine solche Straße würde die Lkw-Bewegung gerade in Hinblick auf die Zukunft vereinfachen. „Wir schaffen es leider nicht immer, die Lkw aus der Ziegelstraße rauszuhalten; es verirrt sich immer wieder mal einer“, nannte Junior ein Beispiel. 

Erdarbeiten nahezu abgeschlossen Die Erdarbeiten für die neue Halle am Osterloh seien nahezu abgeschlossen. In der kommenden Woche soll damit begonnen werden, die Stützen für die Halle in die Erde zu setzten. Entstehen soll eine etwa 12 000 Quadratmeter große Produktionshalle mit Büro- und Sozialräumen. Die Halle soll 15 Millionen Euro kosten. Damit reagiere man auf die steigende Nachfrage von Gerüsten. In diesem Jahr rechne man mit einem Umsatz von stolzen 70 Millionen Euro allein in der Gerüstsparte; nimmt man die Kühlkörper mit dazu, „wollen wir in diesem Jahr die 100-Millionen-Euro-Marke knacken“, sagte Junior sichtlich zufrieden vor den interessierten SPD-Mitgliedern. Junior führte die Genossen durch die Produktionsstätte. 

„Am meisten verarbeiten wir für die Gerüste Stahl, weil es einfach stabiler ist“, erklärte er. Lediglich sechs bis acht Prozent seien Aluminium. Man habe verschiedene Gerüste im Angebot, die die Besonderheit hätten, mit denen anderer Hersteller kombiniert werden zu können. Immer wieder fielen den SPD-Mitgliedern bei dem Rundgang Roboter auf. „Mit jedem Roboter ist die Zahl an Mitarbeitern gestiegen“, sagte Junior. Mit den Helfern könne man schneller und präziser arbeiten; man dürfe aber nicht vergessen, dass Roboter Maschinen seien und nicht eigenständig denken könnten. Roboter seien eine einmalige Investition. „Die werden nicht krank und sind nicht anfällig für technische Störungen“, erklärt er. Über 300 Mitarbeiter arbeiten zurzeit in dem Unternehmen. Gerüste kaufe man heute für morgen. „Handwerker stellen spontan auf einer Baustelle fest, dass sie noch Material brauchen“, sagte Junior. 

Größere Planungen gäbe es meistens nicht. Die Saison starte ähnlich wie bei der Eisdiele Sagui Mitte März mit den ersten sonnigen Tagen. Im zweiten Teil der Führung schauten sich die SPD-Vertreter die Produktion von Kühlkörpern an. Diese werden in Elektronik verwendet, um die Hitze abzuleiten, die bei den Schaltprozessen entsteht. 

„Der Kundenmarkt ist hier ein ganz anderer: die Industrie“, erklärt Junior. Hier seien ebenfalls gute Qualität und große Stückzahlen wichtig. Prominenter Abnehmer ist neben unzähligen anderen die Deusche Bahn. „In jedem ICE werden unsere Kühlkörper verwendet“, erklärt Junior. Zurzeit lagerten gut 300 Tonnen Metall für Kühlkörper vor Ort; bis zu 800 Tonnen sind möglich. Insgesamt stelle Junior tausende Teile her; eine gute EDV-Abteilung sei wichtig. 

Demnächst soll es eine Maschine für den Bau von Stahlböden geben, die bei Gerüsten zum Einsatz kommen. Frisches Eichen-Bräu zum Abschluss Zu guter Letzt wurde die Brauerei als „dritte und kleinste“ Produktionsstätte von Junior in dem Gebäude besucht, das rund um eine große Eiche gebaut wurde. „Das verleiht dem Haus eine besondere Atmosphäre und dem Bier einen Namen“, kommentierte ein SPD-Mitglied. Gut 155 Liter Eichen-Bräu werden pro Braugang aus Plettenberger Stadtwasser hergestellt. Es entsteht ein untergäriges Pilsner, das vor allem als Werbegeschenk an Kunden gegeben wird – natürlich durften auch die SPD-Mitglieder einmal von dem Bier kosten.  

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