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„Kleiner Prinz“ trifft auf berühmten Franzosen: Besonderes Konzert des Bachforums

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Renommierter Theaterschauspieler Stefan Hunstein zu Gast in Plettenberg.
Der renommierte Theaterschauspieler Stefan Hunstein übernimmt die Lesung des „Kleinen Prinzen“ in Plettenberg. © Dorothee Falke

Drei Mal musste die Veranstaltung coronabedingt verschoben werden, nun soll es im vierten Anlauf gelingen: Am Samstag, 29. Oktober, findet unter dem Titel „Wolkenbilder. Debussy trifft den Kleinen Prinzen“ wieder ein Bachforumskonzert in Plettenberg statt. Beginn ist um 18 Uhr im Ratssaal.

Plettenberg – Er kommt von einem fernen Planeten und begegnet einem abgestürzten Piloten in der Wüste: der kleine Prinz. Die gleichnamige Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry gehört zu den meist übersetzten Werken der Weltliteratur überhaupt. Mag die Geschichte auch am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sein, so berühren ihre Themen wie Liebe und Freundschaft die Menschen über die Zeiten hinweg, heißt es in der Ankündigung.

Am 29. Oktober trifft der „Kleine Prinz“ nun auf einen anderen berühmten Franzosen: Claude Debussy. Der französische Komponist des frühen 19. Jahrhunderts schuf eine Musik, die sich außereuropäischen Einflüssen öffnete und in ihrer Vielfalt den Hörer überwältigt, heißt es weiter. Im Zusammenspiel Saint-Exupérys und Debussy begegnen sich zwei Welten: die der Literatur und der Musik. Letztere verhelfe dazu, auf andere Weise über Saint-Exupérys Dichtung nachzudenken und dem Text eine neue Farbe zu verleihen.

Gelesen wird die Fabel im Plettenberger Ratssaal von dem renommierten Theaterschauspieler Stefan Hunstein, den musikalischen Part an diesem Abend übernimmt der Pianist Christian Elsas, der gemeinsam mit seiner Frau immer wieder Projekte initiiert, die den Bereich der reinen Musik verlassen.

Stefan Hunstein wurde 1957 in Kassel geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und nahm unter anderem Engagements in Freiburg und Bochum, an den Münchner Kammerspielen sowie am Bayerischen Staatsschauspiel an. Dort wurde ihm 2007 mit der Verleihung des Kurt-Meisel-Preises eine große Auszeichnung zuteil. Zur Spielzeit 2018/2019 kehrte er als Ensemblemitglied ans Schauspielhaus Bochum zurück, wo er 2019 mit dem Bochumer Theaterpreis ausgezeichnet wurde.

Auch bei Festivals ist Hunstein immer wieder gern gesehener Gast, wie etwa bei den Salzburger Festspielen, den Internationalen Europäischen Wochen Passau oder den Musiktagen Salzgitter. Darüber hinaus ist er als Fernseh- und Kinoschauspieler bekannt und ein namhafter Rezitator.

Seit seiner Jugend beschäftigt sich Stefan Hunstein außerdem mit Fotografie: Er ist Träger des Deutschen Photopreises (1991) und gestaltete als Fotokünstler zahlreiche Einzelausstellungen in mehreren Ländern Europas. Seit 2003 ist Stefan Hunstein Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und wurde 2022 ihr Direktor.

Christian Elsas, Jahrgang 1950, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Seine künstlerische Reifeprüfung legte er 1972 an der Musikhochschule in Frankfurt am Main ab, sein Konzertexamen 1977 an der Musikhochschule in Hannover. Laut Veranstalter gehöre er zu den wenigen Pianisten, deren Spiel nicht durch äußerliche Virtuosität, sondern durch Sensibilität und Tiefe des Empfindens überzeuge.

Elsas, der 2005 auf ein 40-jähriges Bühnenjubiläum zurückblicken konnte, bereiste fast alle europäischen Länder – einschließlich des ehemaligen Ostblocks. Konzertmitschnitte, Studioaufnahmen sowie Fernsehaufzeichnungen begleiteten seinen künstlerischen Weg. Für seine Verdienste im Konzertleben und Jahrzehnte als Lehrender an der Frankfurter Musikhochschule wurde ihm vom Land Hessen der Professorentitel verliehen.

Neben seinen Soloauftritten widmet er sich auch der Kammermusik – in verschiedenen Besetzungen. Nicht zuletzt reizten Elsas auch immer wieder Genregrenzen überschreitende Projekte.

Karten für den Abend: Eintrittskarten für „Wolkenbilder. Debussy trifft den Kleinen Prinzen“ gibt es für 10 Euro, ermäßigt 5 Euro ab dem 24. Oktober über die Kultour GmbH an der Wilhelmstraße.

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