CDU wünscht sich attraktives Aussehen nach historischem Vorbild

Bekommt Deichmann ein weiteres Schaufenster? 

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Die Fassade der Deichmann-Filiale an der Wilhelmstraße soll nach Wunsch der CDU neu gestaltet werden. Man hofft, dass die Reklamekästen einem Schaufenster weichen. Welche Veränderung an dieser Stelle möglich ist, prüft Deichmann derzeit.

Plettenberg -  Schon vor zwei Jahren regte Klaus Ising (CDU) an, die Fassade des Schuhgeschäftes Deichmann an der Wilhelmstraße, an der derzeit Reklamekästen hängen, durch Schaufenster verschönern zu lassen. Im Planungs- und Umweltausschuss kam dieses Thema nun wieder auf, denn es könnte einen Schritt vorwärts gehen.

Nachdem man damals auf den Vorschlag hin Kontakt mit dem Unternehmen beziehungsweise dem Mieter aufgenommen hatte, hatte man eine neutrale Stellungnahme dazu erhalten. Zuerst war man nicht weiter gekommen und hatte nichts mehr gehört.

Einen weiteren Zugang, wie vor zwei Jahren von der Verwaltung angedacht, wird es wohl nicht geben. Nachdem die Verwaltung nun jedoch mehrfach mit Deichmann und dem Vertreter des Inhabers gesprochen habe, sei man jetzt auf dem Weg, hieß es jetzt im Planungs- und Umweltausschuss. Deichmann sei in irgendeiner Weise bereit, Veränderungen vorzunehmen; wie diese aussehen sollen, ist aber noch nicht bekannt, hieß es im Ausschuss. Und auch das Unternehmen bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung: „Es ist richtig, dass es eine Anfrage an uns gegeben hat. Das Thema ist bei uns momentan in der Prüfung.“

Das einstige Kaufhaus Schröder, vermutlich auf einer Aufnahme aus den 1960er Jahren, am Obertor. Hier befand sich seinerzeit ein Eingang, ein weiterer Eingang zum Kaufhaus befand sich an der Grünestraße.

Die Idee zu den Schaufenstern war Klaus Ising damals bei einem Stadtrundgang gekommen – im Zusammenhang mit der gesamten Gestaltung der Innenstadt. Der Vorschlag basiert auf einem historischen Vorbild, denn bis zu den 60er Jahren, als sich an dieser Stelle noch das Kaufhaus Schröder befand, gab es dort einen zweiten Eingang. Ebenso als das Geschäft zuvor noch Hugo Neufeld gehörte. Dieser hatte im Zuge der Arisierung im Zweiten Weltkrieg sein Geschäft zwangsverkaufen müssen und Kurt Schröder konnte es damals günstig erwerben.

In den 60er Jahren war der Vorbau des Kaufhauses Schröder an der Wilhelmstraße jedoch geschlossen worden und somit fielen auch die Schaufenster und der zweite Eingang weg. Stattdessen zieren seitdem Reklamekästen diese Seite des Gebäudes. Um das Stadtbild zu verschönern, hoffen die Ausschussmitglieder und die Verwaltung nun auf eine positive Veränderung der heutigen Deichmann-Fassade an der Wilhelmstraße.

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