Kann man die Biena Maja eigentlich  mieten?

+
Bienen mieten für den Kahley: Simone Hesener von der Firma Menshen begutachtete die Arbeit eines Imkers der Firma Bee-Rent.

Den eigenen Honig herstellen, ohne selbst Imker zu sein und gleichzeitig etwas gegen das Bienensterben tun: Die heimische Firma Menshen unterstützt die besondere Idee des Startups Bee-Rent und mietete gleich einen Bienenstock mit den Kollegen von Biene Maja in Plettenberg.

Plettenberg - So wurde jetzt ein Bienenvolk am Kahley angesiedelt. Hier kann das Volk in geschlossenen Boxen überwintern und im Frühjahr wieder seine wichtige Arbeit aufnehmen. Dabei setzt man auf rund 50 000 Bienen, elf Drohnen und eine Königin in dem Bienenstock. Das Besondere: Die Firma Menshen, die seit 1998 am Kahley oberhalb der B236 residiert und dort mit 35 Mitarbeitern tätig ist, muss sich nicht um die fleißigen, schwarz-gelben Arbeiter sorgen.

 „Ein Mitarbeiter von Bee-Rent kümmert sich um die Bienen. Diese bleiben Eigentum von Bee-Rent, die Firma Menshen erhält jedoch die hier gewonnene Honigernte und wird diese an Kunden und Mitarbeiter als ,Gruß aus dem Sauerland’ weiterreichen“, erklärt Simone Hesener vom Marketing des heimischen Unternehmens, das sonst unter anderem in der Herstellung von Verschlüssen und Verpackungssystemen aktiv ist. Dass das Bienensterben ein ernstzunehmendes Problem ist, zeigt sich derzeit vor allem in China. Hier werden die Blüten von Blumen bereits teilweise von Menschenhand bestäubt, da es einfach an den kleinen Insekten mangelt. Bienen mieten können nicht nur Unternehmen – auch Kleingärtnervereine, Schulen oder Privatpersonen können sich beteiligen. 

Günstig ist die Bienenmiete jedoch nicht – daher dürften sich vor allem Vereine oder Firmen angesprochen fühlen. Das Prinzip des Projekts ist denkbar einfach: Interessierte mieten einen Bienenstock, der auf einer vom Mieter zur Verfügung gestellten Fläche aufgestellt wird. Sollte keine Fläche vorhanden sein, wird der Stock auf einem Platz von Bee-Rent aufgestellt. Ein Netzwerk aus erfahrenen Imkern betreut die Bienenvölker dann – vom Aufstellen über die Ernte bis hin zur Winterruhe. Der Mieter zahlt natürlich für das Aufstellen und die Betreuung, erhält dafür aber Jahr für Jahr seinen „eigenen“ Honig. „Wir hoffen auf einen Honig-Ertrag von rund 20 Kilogramm in Plettenberg“, sagte Hesener, die sich in der waldreichen Umgebung des Standortes am Kahley demnächst auf Waldhonig aus eigener Produktion freuen kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare