Veranstaltung war in Plettenberg geplant

Beat the band fällt aus - der Grund der Absage überrascht

Die Gewinner beim letzten Beat the band-Contest. Die Nachfolgeveranstaltung am 24. September  muss ausfallen - mangels Teilnehmer.
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Die Gewinner beim letzten Beat the band-Contest. Die Nachfolgeveranstaltung am 24. September muss ausfallen - mangels Teilnehmer.

Normalerweise sollte es am Freitag, 24. September, ab 19 Uhr am Alten Markt in Plettenberg heißen: Ring frei für den Wettbewerb Beat the Band, einen Band-Contest der etwas anderen Art. 

Plettenberg -Doch die Großveranstaltung, die auch wegen der Corona-Pandemie als Freiluftveranstaltung unter dem Stephansdachstuhl stattfinden sollte, wurde jetzt abgesagt.

Corona hat indirekt mit Absage zu tun

Ausnahmsweise hat das aber nichts mit den Infektionszahlen und dem Corona-Virus zu tun. Indirekt aber doch, wie Detlef Krüger, Fachdienstleiter für Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis, auf Anfrage mitteilte: „Es haben sich nur ein halbes Dutzend Bands angemeldet, von denen der Großteil noch nicht einmal aus Südwestfalen stammte“, erklärte Krüger. Weitere Vorgabe war, dass die Teilnehmer nicht älter als 27 Jahre sind und keine Coversongs spielen. Übrig blieben damit am Ende gerade einmal zwei Bands, was für die aufwändig geplante Veranstaltung viel zu wenig sei.

Bei dem Wettbewerb des Märkischen Kreises, der In Zusammenarbeit mit der Plettenberger Kultour GmbH und der Kultstätte eV. aus Lüdenscheid erstmals in Plettenberg stattfinden sollte, war die Installation eines großen Boxrings durch die Boxschule First Punch geplant.

Wie zuletzt im Jahr 2019 in Lüdenscheid sollten im Boxring unter dem Stephansdachstuhl insgesamt sechs Bands in Paaren im Wechsel mit je drei Auftritten, also drei „Boxrunden“, musikalisch gegeneinander antreten, wobei jede Formation jeweils zwei Minuten lang spielen sollte. Im Anschluss hätte eine Jury den Auftritt bewertet. Aber auch das Publikum sollte buchstäblich eine starke Stimme haben und per „Applausometer“ über die favorisierte Band abstimmen.

„Es tut mir im Herzen weh, dass wir Beat the Band absagen mussten, aber die lange Corona-Pause hat dafür gesorgt, dass es kaum junge Bands in der Region gibt“, bedauert der Fachdienstleiter.

Ähnliche Probleme habe man beim Märkischen Jugendsinfonieorchester. Eine Band oder ein Orchester sei wie eine Fußballmannschaft: Jeder für sich könne zwar den Ball hochhalten, aber als Team gemeinsam zu funktionieren oder eben zu musizieren, bedarf viel Vorbereitung – und „die gab es durch Corona praktisch nicht“, so Krüger. Es müssten sich an den Schulen, in den Proberäumen und bei den Musikschulen erst wieder Bands formieren, doch das gehe nicht von heute auf morgen.

Erstzugriff hätte Plettenberg

Und genau deshalb werde man demnächst auch noch einmal gemeinsam mit der Politik besprechen, wann der kreisweite Wettbewerb möglicherweise wiederholt werden kann.

„Den Erstzugriff hätte dabei auf jeden Fall Plettenberg“, betonte Krüger, der in dem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit der Kultour GmbH hervorhob.

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