Neubau des GWU soll im April starten

5 Millionen Euro teures Projekt für die Innenstadt

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GWU-Geschäftsführer Thomas Scherzinger (links) und der Technische Leiter Lutz Cronauge präsentieren das Modell für das Neubauprojekt, das im April starten soll.

Wer als Plettenberger in den Außenbezirken wohnt, möglicherweise am Garten verzweifelt und viele Treppen bewältigen muss, der kann sich meist ganz gut mit bezahlbarem Wohnraum in Zentrumsnähe anfreunden. Genau darauf reagiert nun das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen (GWU) und plant innerhalb der bestehenden Bebauung zwischen Brachtstraße und Grünestraße einen Neubau mit insgesamt 22 Wohnungen.

„Dabei handelt es sich um 18 Wohnungen mit zwei Zimmern und 57 Quadratmetern und vier Wohnungen mit 74 Quadratmetern“, sagte GWU-Geschäftsführer Thomas Scherzinger. Aktuell trage man dem Bedarf nach mehr Auto-Stellplätzen Rechnung. „Die Senioren von heute haben fast alle noch ein Auto und packen ihren Rollator in den Kofferraum“, weiß Scherzinger.

Während vis-à-vis dem Rathaus ein Dutzend neue Stellplätze errichtet werden, fällt ein paar Meter weiter der Garagenhof mit einem 20 Garagenplätzen weg, denn dort soll der Neubau mit insgesamt 22 Wohneinheiten entstehen. Der Rat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, nachdem nachgewiesen wurde, dass der Baukörper für keine Verschattung der übrigen Balkone sorgt.

„Der entsprechende Bauantrag dazu wird noch in diesem Jahr bei der Stadt Plettenberg eingereicht“, erklärte Lutz Cronauge, technischer Leiter bei der GWU. Noch im April nächsten Jahres sollen die Bagger anrücken, um die Baugrube für den Neubau mitsamt 34 Tiefgaragenplätzen zu errichten. „Das wird aus logistischer Sicht nicht ganz einfach, aber auch dazu laufen die Vorbereitungen“, so Cronauge.

Während die neuen Stellplätze noch vor Weihnachten für die GWU-Bewohner zur Verfügung stehen sollen, wird es bis zur Fertigstellung des Neubaus wesentlich länger dauern. Frühestens im Herbst 2021 können dort die ersten Mieter in die barrierearmen Wohnungen einziehen. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 soll dann ein weiterer Neubau mit sieben Wohneinheiten am Rande des GWU-Komplexes errichtet werden.

Es gibt zwar bereits eine erste Warteliste für den in Kürze geplanten Neubau, doch die habe aktuell noch keine Bedeutung. Scherzinger geht davon aus, dass die Wohnungen am Ende unter den Interessenten verlost werden müssen. „Die Leute sind richtig fixiert auf zentral gelegene und barrierearme Wohnungen in der Innenstadt.“

Allerdings, und das verhehlte der Geschäftsführer nicht, müssen die zukünftigen Mieter des modernen Neubaus deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die deutlich gestiegenen Baukosten, die umweltfreundliche und wirtschaftliche Luftwärmepumpentechnik und die zahlreichen Auflagen würden dem gemeinnützigen Wohnungsunternehmen keine andere Wahl lassen „Ich rechne mit Mietpreisen von 9 bis 10 Euro pro Quadratmeter“, so Scherzinger, der ergänzte: „Die Warmmiete für die kleinen Wohnungen mit Aufzug, Fußbodenheizung und Hausmeisterservice dürfte um die 900 Euro liegen.“

Insgesamt investiere man 5 Millionen Euro in das Projekt. Dafür biete man gut geschnittene und zentral gelegene Wohnungen mit Aufzug. Zudem seien keine Eigentumswohnungen geplant. „Alle Wohnungen sollen vermietet werden“, so Scherzinger, der damit vor allem ältere Plettenberger ansprechen will.

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