Bislang noch kein Käufer

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Die Aussicht am Brachtweg ist schön, doch noch fehlen Käufer für die Grundstücke.

Plettenberg - Insgesamt 14 Einkommensmillionäre soll es in Plettenberg geben. Auf die und andere wohlhabende Bürger ist das Baugebiet Brachtweg ausgerichtet, das derzeit Formen annimmt. Doch noch hält sich das Interesse an den exklusiven Baugrundstücken, die für über 200 Euro pro Quadratmeter angeboten worden, stark in Grenzen.

„Wir haben noch kein Grundstück verkauft und auch keinen Interessenten“, sagte Immobilienmakler Ralf Beßler auf Anfrage. Anfangs habe es fast 15 Interessenten und eine Reservierung gegeben, doch die sei derzeit hinfällig. Angesichts der hohen Grundstückspreise könnten sich laut Beßler nur rund fünf Prozent der Plettenberger einen Hausbau dort leisten.

 Ungeachtet der aktuell mangelnden Nachfrage will der Plettenberger das Baugebiet nach dem Abriss der Villa für die zukünftige Bebauung vorbereiten. „Es wird noch in diesem Jahr die Baustraße angelegt und dann gibt es für uns nichts mehr zu tun“, sagte der Investor. Allerdings werden die Grundstücke nach seinen Worten in Zukunft nicht günstiger, sondern eher teurer, denn er werde die anfallenden Zinsbelastungen für das Gesamtprojekt in den nächsten Jahren auf den Quadratmeterpreis aufschlagen.

 „Ich bin zuversichtlich, dass die Grundstücke verkauft werden, wenn erst einmal alles für die Bebauung vorbereitet ist und man sich einen guten Überblick verschaffen kann“, sagte RB-Geschäftsführer Jackson Kuschel. Beim Menschel-Quartier habe die Nachfrage auch erst nach dem Abriss der Fabrikhallen spürbar angezogen. 

Von städtischer Seite wird kein zeitlicher Druck ausgeübt, was die Bebauung angeht. „Es gibt kein Terminkorsett. Von daher ist egal, ob der Bereich heute oder in drei Jahren bebaut wird“, erklärte Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier. Aktuell kämpft sich Baggerfahrer Markus Iking durch die Bodenplatte der Villa. Und die hat es in sich. Satte 85 Zentimeter müssen aus dem Erdreich geholt, zerkleinert und abschließend geschreddert werden. Der Betonschredder ist derzeit allerdings nicht einsatzfähig. Dennoch hofft Iking, die Abrissarbeiten am Brachtweg bis Ende nächster Woche abzuschließen.

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