Ampelanlage für Arbeiten nötig

Baustelle bei Selscheid: Wasserbehälter wird saniert

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Plettenberg - Wer von Plettenberg nach Selscheid fahren möchte, muss derzeit mit einer Baustellenampel auf der K8 vorlieb nehmen. Diese ist kurz hinter dem Abzweig zur Ortschaft Burg nötig, da der dortige Wasserbehälter saniert wird.

Das beinhaltet unter anderem die beiden Wasserkammern und die Rohre innen sowie das Dach des Behälters. „Das ist alles nicht so einfach, weil wir den Behälter nicht außer Betrieb nehmen können. Er versorgt die Ortschaften Burg und Selscheid mit Trinkwasser. Daher muss immer eine Kammer aktiv bleiben“, erklärt Jürgen Denker von den Stadtwerken Plettenberg.

Der Behälter wurde 1952 gebaut, weshalb eine Sanierung jetzt dringend notwendig ist. „Es ist wie mit einem alten Haus. Auch das muss irgendwann renoviert werden. Hier kommt noch hinzu, dass der Behälter immer voll Wasser ist und man daher vorher nicht sehen kann, wie umfangreich die Sanierung ist“, sagt Jürgen Denker. Lediglich einmal im Jahr, wenn die Kammer gesäubert wird, lässt man sie leer laufen, jedoch nie beide gleichzeitig.

Bisher wurde der Putz abgestrahlt, sodass nun der glatte Beton zu sehen ist und Löcher in der Wand werden verpresst, sodass kein Wasser von außen nach innen gelangt. Beim Verpressen werden die Lücken mit Material gefüllt. Später werden die Wände dann neu verputzt und es kommt ein neuer Bodenbelag in den Behälter. Bisher war es zudem so, dass man zum Saubermachen von oben durch ein Fenster in die Kammer klettern musste. Mit der Sanierung soll nun an beiden Kammern dafür eine Unterdrucktür eingebaut werden. Um die Decke neu zu isolieren, muss das Erdreich über dem Behälter noch abgetragen werden. Wenn die Decke ausgebessert ist, kommt eine Dachpappe zum Schutz darauf und wieder Erdreich, als natürliche Isolierung.

Anfang August haben die Arbeiten begonnen. Wann ein Ende in Sicht ist, ist bisher noch unklar. „Wir hoffen auf Ende Oktober, aber das hängt davon ab, wie lange wir für die erste Kammer benötigen und wann wir dann mit der zweiten beginnen“, erklärt Denker. Die Kosten für die Sanierung schätzt er auf rund 250 000 Euro.

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