Bagger stößt auf etwas sehr Altes 

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Beim GWU-Neubau zwischen Grünestraße und Brachtstraße haben die Betonarbeiten begonnen. Zuvor mussten alte Betonfundamente des Hammerwerks Schulte entfernt werden, die sich vorne rechts unter dem Erdreich verbargen.

Mitten im Herzen der Stadt Plettenberg fand man einst eine große Ansammlung von Industriebetrieben. Gegenüber vom Rathaus-Parkplatz fand sich einst das Hammerwerk Schulte (später Plettac Umformtechnik). Und genau dessen Überreste sorgten in den letzten Wochen für einige Verzögerungen beim Neubau des GWU-Wohnkomplexes.

Plettenberg – Wie Thomas Scherzinger. Geschäftsführer des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens (GWU) erklärte, habe man große Probleme gehabt, die massiven Fundamente des einstigen Hammerwerks zu entfernen. Bei den zuvor durchgeführten Probebohrungen des Baufeldes habe man keine Hinweise auf die Fundamente entdecken können. Böse Überraschung „Wir haben vorher beim Bohren unglücklicherweise genau die Stellen getroffen, wo nichts war“, sagte Scherzinger. Doch unter den Garagen, die dem GWU-Neubau weichen mussten, lauerte dann eine Überraschung aus massivem Stahlbeton im Erdreich. 

Die Plettenberger Innenstadt vor der Stadtsanierung: Seinerzeit waren hier noch die Firmen Seissenschmidt (1), Römer (2) und das Hammerwerk Schulte (3) angesiedelt.

Die Bagger der Firma Kebben hatte einige Tage damit zu kämpfen, den Unterbau der einstigen Hämmer anderthalb Meter unter der Erdoberfläche zu beseitigen. Die umliegenden Anwohner kamen dadurch unfreiwillig in den Genuss einer Geräuschkulisse, die früher im Umfeld des Hammerwerks Schulte und der Firma Seissenschmidt normal waren. Laut Scherzinger entstanden durch die Beseitigung der alten Fundamente Mehrkosten von mindestens 80 000 Euro. Und auch die Fertigstellung des Bauprojektes verzögert sich dadurch ein wenig. 22 Wohneinheiten Die Coronakrise hatte indes keine Auswirkungen auf den bisherigen Bauablauf in Plettenberg. 

Die Abbruchbagger hatten mit den Hammerwerk-Fundamenten zu kämpfen.

„Die Baufirmen Kebben und Hepelmann haben voll durchgezogen“, lobte Scherzinger die beiden beauftragten Unternehmen, die den Bau des Wohnkomplexes mit 22 Wohneinheiten nun bis zum Herbst 2021 – und damit zwei Monate später als geplant – abschließen sollen. Seit Ende Juli sind die umfangreichen Erd- und Abrissarbeiten abgeschlossen und die Rohbauphase hat begonnen. Insgesamt investiert das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen fast fünf Millionen Euro in den Bau von stadtzentral gelegenen Neubauwohnungen innerhalb des GWU-Komplexes zwischen Grünestraße und Brachtstraße.

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