Tipps des Plettenberger TÜV für den Sommer: Was darf auf den Fahrradträger?

Barfuß Auto fahren könnte teuer werden

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Wer sicher im Auto unterwegs sein und seinen Füßen frische Luft gönnen möchte, der sei mit Sandalen gut beraten. Eine Barfuß-Fahrt könne laut TÜV teuer werden.  

Plettenberg - Im Sommer neigen manche Autofahrer dazu, sich vor lauter Hitze ihrer Schuhe zu entledigen und barfuß zu fahren. Doch darf man das? Die TÜV-Station Plettenberg erklärt, dass dies zwar nicht grundsätzlich verboten ist, aber teuer werden könnte.

„Laut gesetzlicher Regelung muss der Fahrer körperlich in der Lage sein, ein Fahrzeug sicher zu führen“, erklärt Wolfgang Schmidt, Leiter der TÜV-Station Plettenberg. „Ob das Autofahren ohne Schuhe demnach ordnungswidrig ist, steht nicht im Gesetz. 

Dennoch ist zu beachten, dass nackte Füße leichter von den Pedalen abrutschen können, was die Unfallgefahr erhöht.“ Darüber hinaus würde ein kräftiges Durchtreten des Bremspedals barfuß schwieriger sein. Wer ohne Schuhe fährt und einen Unfall verursacht, müsse mit Bußgeld sowie bei Personenschaden mit einer möglichen strafrechtlichen Verfolgung rechnen. 

Auch die Vollkaskoversicherung könne eine Zahlung für Schäden am eigenen Wagen verweigern. Deshalb empfiehlt der Plettenberger Stationsleiter: „Mit ein paar fest verschließbaren Sandalen sind Autofahrer auf der sicheren Seite und können ihren Füßen trotzdem frische Luft gönnen.“ 

Ist die Frage der Besohlung geklärt, könnte bald schon die nächste anstehen: Wohin mit der Ware nach einem Großeinkauf im Baumarkt oder einem Besuch im Möbelhaus? Immerhin gebe es viele Situationen, in denen der Stauraum im Auto schnell knapp würde. Glück hat, wer für zusätzliche Lasten einen Fahrradträger sein eigen nennt – oder etwa nicht? 

„Wer seinen Fahrradträger für alternative Ladung wie Gepäck und Co. verwenden möchte, sollte zunächst aufmerksam die Gebrauchsanweisung lesen. Wenn der Hersteller dies nicht eindeutig gestattet, sollte man tatsächlich auch nur die zulässige Anzahl von Fahrrädern damit transportieren“, rät Wolfgang Schmidt. 

Erlaube der Hersteller explizit auch den Transport anderer Ladung, seien die Bestimmungen aus Paragraph 22 der StVO zu beachten. „So dürfen Fahrzeug und Ladung beispielsweise eine Breite von 2,55 Metern und eine Höhe von vier Metern nicht überschreiten. Das Transportgut muss dann so gesichert sein, dass es auch bei harten Bremsmanövern fixiert bleibt“, sagt der TÜV-Experte. 

Wer unsicher ist, sollte am besten mit Transportboxen, fahren, die manche Hersteller von Fahrradträgern als Zubehör anbieten würden. Schmidt: „Die Anforderungen der StVO sind bei dieser Variante am einfachsten einzuhalten. Allerdings sollte man bei der Anschaffung auf entsprechende Prüfzeichen achten, wie dem GS-Zeichen von TÜV Nord.“

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