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Bagger im Einsatz, um Sicherheit zu erhöhen

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Von: Georg Dickopf

Mit einem Fällbagger wird derzeit der Wald oberhalb des Oestertaler Radweges gerodet.
Mit einem Fällbagger wird derzeit der Wald oberhalb des Oestertaler Radweges gerodet. © Dickopf

Fast jedes Jahr musste der Radweg im Oestertal mehrere Tage gesperrt werden, weil umgestürzte Bäume nach Stürmen oder Schneebruch auf den Weg gefallen waren.

Plettenberg - Nun wurde der Weg neu asphaltiert, doch weil auf einem gut 400 Meter langen Teilstück noch jede Menge sturzgefährdeter Laubbäume und Fichten zu finden sind, die teilweise schon einen Borkenkäferbefall haben oder kurz davor stehen, entschied Förster Markus Ingenohl nach Abstimmung mit der Stadt Plettenberg, die Bäume entlang des Radwegs fällen zu lassen.

Sperrung bis 25. Juni

Am vergangenen Donnerstag begannen die Rodungsarbeiten mit dem Fällbagger eines Forstunternehmers aus Willingen. Mit einem rund 13 Meter langen Ausleger kann der Bagger die Bäume vor dem Fällen fixieren und sie dann zielgerichtet umlegen, ohne dabei Laternen oder den Asphalt zu beschädigen. „Wir kommen damit der Verkehrssicherungspflicht nach“, sagt Ingenohl, der die Bäume auf einem rund 30 Meter breiten Streifen fällen lässt. Die Sperrung betrifft den Bereich zwischen der Oesterhalle und der Zufahrt Am Sonnenhang (Ortseinfahrt Oesterau) bis voraussichtlich Freitag, 25. Juni.

In Auftrag gegeben wurde die Maßnahme bereits vor einigen Monaten. Damals sei der Holzpreis noch so niedrig gewesen, dass die Fällkosten durch die Eigenvermarktung des anfallenden Fichtenholzes durch den Unternehmer gerade gedeckt waren. Mittlerweile sind die Holzpreise förmlich explodiert und liegen bei rund 70 Euro pro Festmeter. Davon profitieren derzeit alle Waldbesitzer, die nach dem Borkenkäferbefall „gebummelt“ haben und erst einmal gar nichts unternahmen.

Während diejenigen, die die von Käfern befallenen Bäume auch aus Rücksicht auf andere Waldbesitzer sofort fällen ließen, praktisch leer ausgingen und teilweise sogar draufzahlten, bekommt man heute sogar für lange abgestorbenes Fichtenholz noch deutlich mehr als damals.

Verrückte Holzpreise

„Das ist schon eine verrückte Situation gerade mit den Holzpreisen“, sagt Ingenohl. Und auch das von der Stadt Plettenberg engagierte Unternehmen profitiert davon und kann das gefällte Holz am Oesterradweg nun zu einem hohen Preis selbst vermarkten. Denn der Preis liegt heute fast doppelt so hoch wie bei Vertragsabschluss.

Markus Ingenohl wird den gerodeten Streifen nach der Rodung nicht neu bepflanzen lassen. „Das überlassen wir Mutter Natur“, so der Förster abschließend.

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