Bäume am Kirchplatz schaden der Christuskirche

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Aus Sicht der Evangelischen Kirchengemeinde wäre eine Fällung der drei Bäume an der Nordseite wünschenswert.

Alle Bäume am Kirchplatz sollen nach den letzten Plänen des Büros bbz erhalten bleiben – bis auf einen. Dabei würden aber gerade die drei großen Bäume an der Nordseite für viele Probleme an der Christuskirche sorgen.

Das erklärte Presbyterin Anke Barbara von der Evangelischen Kirchengemeinde. Die Fällung des einen Baumes an der Südseite würde zwar begrüßt werden, aber: „Wir hätten uns auch gewünscht, dass die Bäume an der Nordseite gefällt würden.“ Denn die drei Bäume würden nur wenig Luftzirkulation zulassen und zudem für viel Feuchtigkeit sorgen.

Auf ST-Nachfrage erklärte Barbara, dass das Mauerwerk der Christuskirche an dieser Seite nie richtig abtrockne und die Feuchtigkeit vor allem aufgrund des unmittelbar neben der Kirche stehenden Baumes hier immer wieder einziehe. Darüber hinaus würden die auf das Dach der Christuskirche ragenden Äste für eine häufigere Verstopfung der Dachrinnen sorgen. Mit einem bloßen Rückschnitt wäre es nicht getan. Denn laut Barbara würde das Ensemble der drei Bäume an der Nordseite der Kirche auch wenig Licht und Luft durchlassen. „Ich bin absolut kein Baumhasser und ich möchte hier auch nicht das große Fass aufmachen“, stellte Barbara klar. Auch ihr sei sehr an der Weiterentwicklung der Stadt Plettenberg gelegen. Doch es sei nun einmal eine Tatsache, dass die Bäume an der Nordseite für einige Probleme sorgen würden.

Auch Martina Reinhold (SPD) erklärte im Rahmen der Bürgerversammlung zu diesem Thema, dass diese Bäume aus ihrer Sicht problematisch seien. „Wenn ich im nahen Café bin, sitze ich immer im Schatten. Die Bäume sorgen für sehr viel Kälte“, sagte Reinhold. Eine Fällung würde demnach nicht nur unter anderem das Problem des feuchten Mauerwerks der Christuskirche lösen, sondern der Gastronomie auch mehr Fläche und Sonnenschein bieten. Ein Bürger entgegnete, dass mehrere Anwohner des Kirchplatzes sich gerade wegen der Kühle an heißen Sommertagen unter diesen Bäumen aufhalten würden.

„Ich habe die Bürger am Kirchplatz gefragt, wir sind von Haus zu Haus gegangen. Keiner von ihnen möchte, dass diese Bäume gefällt werden“, erklärte Helmut Teichert. Martina Reinhold entgegnete, dass gerade einige Anwohner froh über eine Fällung wären – schließlich würden die Bäume an der Nordseite der Kirche ihre Wohnungen den ganzen Tag über beschatten.

Timo Herrmann vom Büro bbz, der die Pläne für den Kirchplatz nach dem massiven Protest einiger Plettenberger umgearbeitet hatte, erklärte, dass auf dem relativ kleinen Kirchplatz zu viele Großbäume stehen würden. „Und diese wachsen noch“, sagte Herrmann.

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