Keine Brötchen mehr im Oestertal

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Die Sondermann-Filiale in Oesterau hat „vorläufig geschlossen“. Die drei anderen Filialen in Plettenberg und Herscheid bleiben weiter offen.

Plettenberg - Das Unternehmen Sondermann-Brot mit Sitz in Drolshagen hat in der letzten Woche Insolvenz angemeldet. Es hält 110 Filialen unter anderem im Ruhrgebiet und im Sauerland. Für die Kunden soll sich zunächst nichts ändern. Für Plettenberg trifft das allerdings nur bedingt zu, denn dort hat seit einigen Tagen die Bäckereifiliale in Oesterau geschlossen.

Nach Informationen unserer Zeitung sind ansonsten aber keine weitere Schließungen in Plettenberg oder Herscheid geplant. Das Sondermann-Caf‘´e an der Herscheider Straße soll ebenso bestehen bleiben wie der Discount-Bäcker am Umlauf und die Filiale im Herscheider Kaufpark. In allen drei Filialen sollen gute bis sehr gute Umsätze erzielt werden – ungeachtet der sommerlichen Hitzewelle. Der „heiße Sommer und absehbar steigende Rohstoffkosten“ waren von der Sondermann-Unternehmensführung als Ursache für die „deutlichen Umsatzrückgänge“ genannt worden.

 „Wir wissen selbst nicht wie es weitergeht, aber bis Oktober soll sich nichts ändern“, sagte Bäckerei-Fachverkäuferin Sinem Bajramova auf Anfrage unserer Zeitung. Die Mitarbeiterin aus der „vorläufig geschlossenen Filiale“ in Oesterau wurde zum Umlauf versetzt. Konkrete Nachfragen zur Zukunft des Drolshagener Unternehmens ließ Insolvenzverwalter Andreas Pantlen aus Hennef unbeantwortet.

 Mit der „geplanten Insolvenz“ will das Unternehmen seinen Fortbestand sichern. Damit soll Sorge getragen werden, dass Sondermann Brot und Gläubiger den Verlauf des Verfahrens zumindest teilweise mitbestimmen können. In einem Schreiben an die Belegschaft heißt es: „Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, die weitere Restrukturierung verschiedener Gesellschaften der Gruppe mit den Instrumenten der Insolvenzordnung zu meistern und für einige Gesellschaften Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Siegen gestellt.“

 Ziel sei es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern, „Sondermann als Ganzes wettbewerbsfähig auszurichten und so bald als möglich gestärkt aus diesem Verfahren hervorzugehen.“ Mit Eröffnung des Verfahrens sind die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für die Monate August, September und Oktober durch das Insolvenzgeld gesichert.

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