650 Babys bei Geburt geholfen

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Anina Vorländer kümmert sich als Hebamme um die Vor- und Nachsorge. Dabei hört sie auch den Bauch der Schwangeren ab.

Plettenberg - Anina Vorländer heißt die neue Hebamme in Plettenberg. Die 32-Jährige lebt in der Vier-Täler-Stadt und hat Anfang des Monats mit der Einarbeitung begonnen. Sie übernimmt die Nachfolge von Jacqueline Hoffmann.

Derzeit sind die beiden jungen Frauen noch bis Februar gemeinsam tätig, dann geht Jacqueline Hoffmann in den Mutterschutz.

Anina Vorländer ist selbst Mutter eines Kleinkindes. Nach der Geburt gab sie nach fünf Jahren ihre Stelle im Klinikum in Ulm auf, wo sie im Kreißsaal den Kindern auf die Welt half. Die gebürtige Altenaerin wollte danach zurück in Richtung Heimat und freiberuflich arbeiten. „Mit einem Kind ist der Schichtdienst zu anstrengend. Daher habe ich mich für die Vor- und Nachsorge entschieden.“

Plettenberg ist für Anina Vorländer nicht unbekannt. Sie besuchte als Schülerin bereits das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg. Anschließend absolvierte sie zuerst eine Ausbildung zur Krankenschwester, um sich ein Fachwissen anzueignen, wie sie erklärt. Ihre Ausbildung zur Hebamme hat sie 2012 in Wuppertal abgeschlossen. Zuerst begann sie in Riedlingen, in der Nähe von Ravensburg, in einem kleinen Klinikum zu arbeiten. Nach einem Jahr wurde in diesem jedoch der Kreißsaal geschlossen, weshalb sie nach Ulm wechselte. „Seit dem Ende meiner Ausbildung habe ich etwa 650 Kindern auf die Welt geholfen“, berichtet die junge Frau nicht ohne Stolz.

„Ich wusste schon als Kind, dass ich Hebamme werden möchte. Das ist mein Leben, ich mache das mit Herzblut“, sagt die gebürtige Altenaerin. Geburtshilfe sei das eine und habe ihr sehr viel Spaß bereitet. Die Vor- und Nachsorge sei ein ganz anderes Spektrum, aber eine schöne Herausforderung. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder sich entwickeln und eine enge, feste Bindung zur Patientin aufbauen“, sagt Anina Vorländer.

Der „Andrang“ laufe bisher ganz gut. Anina Vorländer habe einige Schwangere und junge Mütter von Jacqueline Hoffmann übernommen. Für April könne sie niemanden mehr annehmen, die übrigen Monate bis dahin seien jedoch noch nicht ausgelastet. „Es soll aber auch keine Massenabfertigung sein. Das ist mir wichtig“, erklärt die 32-Jährige. Tätig ist sie in Plettenberg, Werdohl und Herscheid. Sie rät den Schwangeren, sich ein halbes Jahr vorher anzumelden, um einen Termin zu bekommen.

Dabei können die Schwangeren so früh wie möglich zu ihr kommen, um sie kennenzulernen und anders herum. „Bei Bedarf können sich die Frauen aber auch melden, wenn sie noch gar nicht schwanger sind, wenn die Familienplanung nicht klappt und sie Tipps benötigen“, erklärt Anina Vorländer.

Zu ihren Aufgaben bei der Vorsorge zählt unter anderem, die Lage des Kindes zu ertasten, das Abhören ab etwa der 28. Schwangerschaftswoche sowie die Kontrolle des Blutdrucks und des Gewichts der Schwangeren. Bei der Nachsorge schaut sie, ob sich das Kind gut entwickelt, wie es mit der Rückbildung der Mutter läuft und hilft unter anderem bei Stillproblemen. Sie bietet zudem Kinesiotaping für Schwangere und Wöchnerinnen an.

Ihre Internetseite ist noch in Arbeit. Zu erreichen ist Anina Vorländer unter der Telefonnummer 01 57 39 48 54 37 und per E-Mail an hallo@hebamme-plettenberg.de.

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