Verkehrsprobleme rund um Plettenberg

B236 ab 17. Juni für vier Monate gesperrt - und noch mehr Baustellen

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Die B 236 wird zwischen Teindeln und Werdohl voll gesperrt. Das Möbelgeschäft Roller kann jedoch weiterhin von Plettenberg aus angefahren werden.

Plettenberg - Ist 2019 das Jahr der Baustellen in und um Plettenberg? Das könnte man meinen, denn überall wird etwas getan. Neben der geplanten Innenstadtsanierung wird mit den Arbeiten am Grafweg begonnen, ab Mitte Juni ist eine Vollsperrung zwischen Plettenberg und Werdohl geplant und auch auf dem Weg nach Attendorn werden die Autofahrer an einer Baustelle nicht vorbei kommen. Wir haben zusammengefasst, auf welche Einschränkungen sich die Verkehrsteilnehmer wann und wo einzustellen haben.

Bundesstraße 236

Die B 236 wird zwischen Teindeln und Werdohl ab dem 17. Juni bis Mitte Oktober voll gesperrt, und zwar auf einer Länge von 900 Metern zwischen der Einmündung Teindeln, auf Höhe des Möbelgeschäfts Roller, und „In der Lothmecke“. Der Zugang zu Roller ist aber weiterhin von Plettenberg aus gewährleistet, versichert die ausführende Firma, der Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH, die zur Umstellung des Erdgasnetzes neue Leitungen verlegt. „Während der gesamten Bauphase bleibt eine Restfahrbahnbreite von drei Metern bestehen, welche mit einer schaltbaren Schranke beidseitig versperrt wird. Nur Polizei, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge haben weiterhin freien Zutritt zum Baustellenbereich“, heißt es von Pressesprecher Wieland Dierks.

In Teindeln wird ein neuer Netzkopplungspunkt errichtet. Dieser verbindet die bestehende Gashochdruckleitung der Open Grid Europe GmbH (OGE) mit der Hochdruck-Leitung des Verteilnetzbetreibers Westnetz neu. Erforderlich macht diese Baumaßnahme der Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur, welcher die Umstellung der Erdgasnetze vom L-Gas zum H-Gas vorsieht. Das H-Gas ist zum einen effektiver und hat eine bessere Qualität, durch einen höheren Methangehalt und Brennwert. Zum anderen gehen die L-Gas-Reserven aus den Niederlanden langfristig zurück, erklärt Wieland Dierks.

Grafweg

Diese Baustelle wird die Plettenberger wohl am längsten begleiten – eineinhalb Jahre sind für die Maßnahme geplant. Einen genauen Zeitplan gibt es jedoch noch nicht. „Die Ausführungsplanung liegt derzeit beim Landesbetrieb zur Prüfung“, erklärt Nick Skrypek von der Stadt Plettenberg. Man erwarte das Ergebnis Mitte Juni und könne das Projekt dann ausschreiben. Somit wäre der Baubeginn frühestens Anfang September.

An der Stelle, an der die Zeppelinstraße auf den Grafweg trifft, entsteht ein Kreisverkehr.

Die Baustelle soll in zwei Abschnitte eingeteilt werden – vom Kreisverkehr Lohmühle bis zur Einmündung Ziegelstraße und von der Einmündung Ziegelstraße bis zum Karlsplatz (Einmündung der Zeppelinstraße), wo ein Kreisverkehr entstehen soll. Auf beiden Fahrbahnseiten des Grafwegs ist ein durchgehender Bürgersteig geplant und vor dem Ärztehaus sowie an der Einmündung zur Ziegelstraße sind ein Zebrastreifen und eine Querungshilfe geplant. Die Einmündung soll zudem breiter gestaltet werden. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung der einzelnen Bauabschnitte.

L 697 nach Attendorn

Auch hier ist eine längere Baustelle zwischen dem Ortsausgang Oestertal bis nach Windhausen geplant. Straßen.NRW schätzt, dass je nach Witterungsbedingungen die Arbeiten innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden können, was unter anderem daran liegt, dass die Straße während der Maßnahme weiterhin einspurig befahrbar sein soll und der Verkehr mit einer Ampel geregelt wird. Der Baustart soll ab August erfolgen. Insgesamt wird die Strecke von insgesamt 1,5 Kilometern in vier bis fünf Abschnitte aufgeteilt. Neben der kompletten Erneuerung der Straße wird auf der rechten Seite (von Plettenberg kommend) ein Radweg entlang der Straße gebaut.

K5 Hülschotten nach Heggen

Diese Baustelle besteht bereits seit Ende April und soll noch bis Mitte Juli andauern. Die K5 wird zwischen dem Abzweig nach Hülschotten und dem Wanderparkplatz „Auf dem Höchsten“ erneuert. Aufgrund der Straßenbreite ist für die Maßnahme eine Vollsperrung nötig – da diese aber erst ab dem Abzweig Hülschotten beginnt, kommt man weiterhin ohne Probleme von Plettenberg in das benachbarte Dorf. Zudem werden im Bereich Finnentrop-Sange die Bordsteine erneuert und nach dem Abfräsen der Asphaltdeckschicht eine neue aufgetragen. In diesem Zuge soll auch das Brückenbauwerk über die Straße nach Sange instandgesetzt werden.

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Kommentare

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Kommentare

Michael
(0)(0)

Wir müssen täglich mehrmals mit Sattelauflieger von Plettenberg nach Werdohl, das wird lustig, der ganze Schwerverkehr muß jetzt große Umwege in Kauf nehmen. Dann noch zeitgleich die Baustelle von Werdohl nach Lüdenscheid (B229) bis 2021, das wird ein Desaster. Wenn dann noch der Kreisverkehr an der Kreuzung von B229 und B236 Richtung Neuenrade der neue Kreisverkehr gebaut wird, geht in Werdohl nichts mehr.

Kadettenschmiede
(0)(0)

So wie wir das aus der Bananenrepublik Deutschland gewohnt sind, wird es ein heilloses Durcheinander geben. Zwei Netzbetreiber, ein oder mehrere Baufirmen, ein Landesbetrieb Strassen.NRW, eine Kreisverwaltung, ein oder zwei Stadtverwaltungen. Das Thema SPERRUNG DER B236 zwischen TEINDELN und IN DER LOTHMECKE wird garantiert ein SOMMERNACHTS-ALP-TRAUM. Ich bin mal gespannt, wann die Geo-Daten ordnungsgemäß in den entsprechenden Datensammlungen ankommen. Bei Schusseligkeit der Verantwortlichen oder Kommunikationsdefiziten hilft einem nämlich keine noch so ausgereifte OnBoard-Technik. Wetten dass

Ruudi Qverzak
(0)(0)

Hätte mich schon interessiert wo denn die Umleitung an der B236
lang geht.