Warum das Awo-Haus verriegelt ist

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Die Begegnungstätte im Awo-Haus an der Brachtstraße ist bis auf Weiteres geschlossen.

Wer in diesen Tagen die Begegnungsstätte des Plettenberger Awo-Ortsverbandes aufsuchen will, steht vor verschlossenen Türen.

Plettenberg - "Das stimmt leider und wurde von mir veranlasst“, bestätigte der Plettenberger Awo-Vorsitzende Wolfgang Schrader. Nach der Corona-bedingten Schließung habe man die Begegnungsstätte im Awo-Haus an der Brachtstraße im September wieder geöffnet. Doch die wenigen Besucher hätten die Öffnung unwirtschaftlich gemacht und deshalb habe er sich an den Awo-Unterbezirk gewandt. 

„Die reine Ausrichtung als Begegnungsstätte ist heute nicht mehr zeitgemäß“, bedauerte Schrader, der noch rund 90 Mitglieder in Plettenberg verzeichnen kann. Das Durchschnittsalter liege deutlich über 70 Jahren, doch auch bei den Senioren seien heute andere Angebote gefragt als früher. Noch dazu zählen viele Mitglieder in der Corona-Pandemie zur Risikogruppe. „Beim Osterbrunch ist das Haus früher aus allen Nähten geplatzt“, erinnert sich Schrader, der dagegen bei den normalen Öffnungszeiten nur sehr wenige Besucher begrüßen konnte. Vorteilhaft sei, dass der Ortsverein selbst im Besitz der Immobilie ist. Man selbst habe mit den Einnahmen der Awo-Mitglieder gerade einmal die Nebenkosten bezahlen können. Auch deshalb seien zwei Wohnungen vermietet worden. Zudem zahle der SPD-Ortsverband Miete für sein Fraktionszimmer und man habe weitere Zimmer an die Bewährungshilfe und den Mieterverein vermietet, was die Einnahmenseite verbessere.

 „Deshalb ist das Awo-Haus im Bestand auch nicht gefährdet, aber wir werden uns auf jeden Fall Gedanken um eine Neuausrichtung des Angebotes und der Begegnungsstätte machen“, sagte Schrader.

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