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Geldautomaten gesprengt: Geldinstitute reagieren

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Von: Maximilian Birke

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Gesprengter Geldautomat
Immer wieder werden in der heimischen Region Geldautomaten gesprengt. Die Geldinstitute reagieren nun. © Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild

Es ist erst wenige Tage her, dass in Kierspe ein Geldautomat der Deutschen Bank von Unbekannten in die Luft gejagt wurde – mit schweren Schäden auch an der Filiale und angrenzenden Gebäuden (wir berichteten). Die Fälle von Automatensprengungen nehmen in den vergangenen Jahren stetig zu und die Geldinstitute ergreifen erste Maßnahmen, um ihre Automaten, vor allem aber auch die Gebäude, in denen diese sich befinden, vor Sprengungen zu schützen.

Lennetal– Es ist erst wenige Tage her, dass in Kierspe ein Geldautomat der Deutschen Bank von Unbekannten in die Luft gejagt wurde – mit schweren Schäden auch an der Filiale und angrenzenden Gebäuden (wir berichteten). Die Fälle von Automatensprengungen nehmen in den vergangenen Jahren stetig zu und die Geldinstitute ergreifen erste Maßnahmen, um ihre Automaten, vor allem aber auch die Gebäude, in denen diese sich befinden, vor Sprengungen zu schützen.

Dabei scheint es keine wirklich einheitliche Linie zu geben. So handelt die Sparkasse an Volme und Ruhr anders als die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis.

„Alle Geldautomaten in Lüdenscheid, Halver, Schalksmühle und Herscheid sind nachts von 23 bis 6 Uhr geschlossen“, erklärte Volker Schnippering, Pressesprecher der Sparkasse an Volme und Ruhr auf Anfrage. Damit folge man der Empfehlung des Landeskriminalamtes.

Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis geht dagegen einen etwas anderen Weg. Wie Sprecher Tomislav Majic auf Nachfrage erklärt, habe sich die Sparkasse hier für eingeschränkte Öffnungszeiten in mehreren Standorten entschieden. In den Hauptgeschäftsstellen allerdings sollen Kunden auch weiterhin rund um die Uhr Geld abheben können – im Gegensatz zu den Sparkassen an Volme und Ruhr.

Von 23 bis 5.30 Uhr geschlossen bleiben hingegen die Sparkassen-Niederlassungen im Versetal in Werdohl, in Holtausen, Eiringhausen und am Wieden in Plettenberg, am Breitenhagen und in Dahle in Altena sowie auch im Balver Ortsteil Garbeck.

Tomislav Majic erklärt weiter, dass die Sparkasse für die Standorte Gefährdungspotenzialanalysen durchgeführt habe. Basierend auf den Erkenntnissen, die man dabei gewonnen habe, wurden die Öffnungszeiten entweder beibehalten oder eben eingeschränkt. Die Empfehlung und auch die Richtlinien für die Gefährdungspotenzialanalyse habe das Land herausgegeben, sagt Majic und erläutert: „Berücksichtigt wird da zum Beispiel, ob sich Wohneinheiten neben oder über der Filiale befinden.“ Die Bewohner wären im Fall einer Sprengung einer erheblichen Gefahr ausgesetzt, die man natürlich abwenden will. Weitere Eckpunkte sind die Sicherheitseinrichtungen der Filialen sowie auch die Lage an sich, schildert der Sparkassensprecher, ohne dabei weiter ins Detail gehen zu wollen.

Das Landeskriminalamt jedenfalls rät den Banken, ihre Geldautomaten besser des Nachts nicht unbeaufsichtigt herumstehen zu lassen. Gerade dort nicht, wo es einsamer ist und sich die Banditen in aller Ruhe als Sprengmeister versuchen können.

Auch die Volksbank in Südwestfalen habe reagiert. „Einige Standorte unserer Geldautomaten sind von 5 bis 23 Uhr geöffnet“, stellt Pressesprecher Benjamin Sekavcnik fest. Dazu zählen die Volksbankfilialen am Alten Dorf in Werdohl, an der Herscheider Straße und an der Brauckstraße in Plettenberg, an der Lennestraße in Altena, Am Stadtgarten in Neuenrade, an der Märkischen Straße im Balver Ortsteil Garbeck sowie Am Markt in Herscheid. „Der Standort an der Inselstraße in Werdohl ist von 8 bis 21 Uhr zugänglich“, so Sekavcnik.

Es gebe aber auch weiterhin Niederlassungen, die rund um die Uhr geöffnet seien: am Lindengraben in Plettenberg, an der Ihmerter Straße in Altena und an der Hauptstraße in Balve.

„Bei der jeweiligen Entscheidung zur nächtlichen Schließung eines Standorts spielt die laufende Gefährdungsanalyse in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden ebenso eine Rolle wie verschiedene Formen von Vandalismus, die wir in der Vergangenheit erleben mussten“, erläutert Benjamin Sekavcnik das Vorgehen der Volksbank und die verschiedenen Uhrzeiten.

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