„Die Hütte platzt aus allen Nähten“

Die Viertäler Musikanten sorgten für die passende Stimmung.

Plettenberg - Dass man auch fast 600 Kilometer von München entfernt ein zünftiges Oktoberfest feiern kann, bewiesen am Samstagabend einmal mehr die Veranstalter des Oktoberfestes Auf der Wieckmerth.

„Die Hütte platzt aus allen Nähten“, freute sich Bernd Paulus. Bereits nach zwei Tagen im Vorverkauf waren alle Karten vergriffen gewesen. Steffen Fuhrich war sich sicher, man hätte locker noch 100 weitere Tickets verkaufen können, aber die Platzkapazitäten seien nun mal beschränkt. Bereits zum zehnten Mal fand das Oktoberfest auf der Wieckmerth statt und es sei „immer wider toll“, so Paulus. Eine „Traditionsveranstaltung“, die „fest im Schützenjahr eingeplant ist“.

 Fuhrich stellte heraus, dass es sich um ein „richtiges Oktoberfest“ handele. Den Besuchern werde kein DJ und Krombacher präsentiert, sondern Löwenbräu und „die beste bayrische Kapelle Plettenbergs“ – die Viertäler Musikanten, eine vor vier Jahren aus dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg hervorgegangene Formation. Die Damen des Grüner Throns waren für die Essensausgabe verantwortlich: Schweinshaxe, Leberkäse und Weißwürste standen auf dem Speiseplan. „Heute geht keiner hungrig nach Hause“, versprach Paulus. 

Unter den Gästen fanden sich mit Sepp Kaltenegger und Richard Buryk sogar zwei echte bayrische Buben, die am Wochenende Jagdfreunde besuchten. Auch sie bescheinigten den Grüner Schützen ein gelungenes Oktoberfest. Einziger Kritikpunkt sei das Fehlen von Maßkrügen. Dabei handle es sich um ein Beschaffungsproblem, erwiderte Fuhrich. Es sei nicht möglich, im näheren Umkreis 200 Maßkrüge zu organisieren, aber die Halbmaßkrüge täten es auch – dann trinkt man halt zwei.

 Um dem bayrischen Flair gerecht zu werden, zeigte neben den Viertäler Musikanten auch eine Gruppe Jagdhörnbläser ihr Können. Das Tragen von Dirndl, Lederhose und Karohemd war für die überwiegende Mehrheit obligatorisch. Bei der zehnten Stadtmeisterschaft im Königlich Bayrischen Maßkrugstemmen konnten die Gäste ihre Kraft und Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Es galt, einen rund drei Kilogramm schweren Krug mit ausgestrecktem Arm möglichst lange zu halten. Eine unglaubliche Anstrengung für die Herausforderer, eine Riesengaudi für die Zuschauer, die nicht mit Anfeuerungsrufen geizten. Die gute Stimmung manifestierte sich schon zu früher Stunde, als die Viertäler Musikanten „Auf der Vogelwiese“ anstimmten und sich nicht wenige von ihren Plätzen erhoben, um auf Tischen und Bänken stehend zu tanzen.

 Ganz ohne DJ kam man aber auch Auf der Wieckmerth nicht aus: Gegen 23 Uhr übernahm Martin Prüfer die Turntables und spielte fortan Tanzmusik. Bis in die frühen Morgenstunden w

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