Vom Real bleibt nur Rohbau

Nur die Außenhülle alten Gebäudes bleibt bestehen

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Blick auf den früheren Rolltreppenbereich im Real-Gebäude, wo nach dem Ausbau des Rollbandes ein riesiges Loch klafft, das demnächst geschlossen wird. Die Treppe führt demnächst weiter links nach unten, wo auf dem Bild die Schubkarre steht. 

Plettenberg - Ein grünes Netz verhängt derzeit den Eingangsbereich des ehemaligen Real-Marktes, der zum Modepark Röther umgebaut wird. Wer durch die Maschen ins Innere des einstigen Warenhauses schaut, hört laute Geräusche und sieht Funken fliegen, während Teile der alten Lüftungsanlage abgeflext werden. 

„Wir entkernen das gesamte Gebäude. Es kommt alles an alter Technik raus“, erklärte Projektleiter Rudolf Scheide gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Parallel dazu habe man den Aufbau des oberen Parkdecks untersucht und dabei eine unschöne Entdeckung gemacht. So stehe die Dämmung unterhalb der Parkdeckoberfläche drei Zentimeter tief unter Wasser. 

„Wir müssen die komplette oberste Schicht bis auf den Rohbaukern abfräsen und neu aufbauen“, betonte Scheide. Der entsprechende Auftrag sei bereits vergeben worden. Mitte Juli werde mit den Sanierungsarbeiten am derzeit ohnehin gesperrten Oberdeck begonnen. Anschließend wird das sanierte Oberdeck freigegeben und das erste Parkdeck wird dann gesperrt und komplett saniert. 

Die Entkernungsarbeiten im Erd- und Untergeschoss des fast 34 Jahre alten Gebäudes laufen bereits seit Ende Mai. Entsorgt werden nicht nur alle Rohr- und Lüftungsleitungen, die Elektrik und die Fenster – auch die alte Rolltreppe, die vom Erdgeschoss nach unten führte, hat ausgedient. „Dort werden wir eine normale Treppe installieren“, sagte der Projektleiter des Modeparks Röther. Zusätzlich werde man die vorhandenen Aufzüge im Gebäude gründlich modernisieren. 

In die Ladenfläche mit eingebunden wird zukünftig auch der ehemalige Döner-Imbiss neben dem Haupteingang. Die gesamte Front bekommt neue, große Schaufenster zur Warenpräsentation. Zudem soll die Fassade am Maiplatz eine Verkleidung aus Metallprofilen bekommen. 

Das übrige Gebäude wird einen neuen Anstrich bekommen. 

Schlemmeria-Nutzung ist noch offen

Noch offen ist bislang die zukünftige Nutzung der ehemaligen „Schlemmeria“ im ersten Obergeschoss. „Dieser Bereich bleibt erst einmal unberührt von den Sanierungsarbeiten“, erklärte der Projektleiter auf Anfrage unserer Zeitung. Dass der Bereich gastronomisch in Eigenregie betrieben werde, sei ausgeschlossen, da ähnliche Konzepte in der Vergangenheit gescheitert seien. 

Dass die komplette Sanierung und die Neueinrichtung des Modeparks mit einer Verkaufsfläche von 6 000 Quadratmetern bis zum Jahresende abgeschlossen werde, war zunächst das Ziel – realistisch ist mittlerweile aber eher eine Neueröffnung des Modeparks im Frühjahr 2018, sagte Scheide.

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