Grünes Licht für neues Logistikcenter im MK

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Diese Visualisierung des Schalksmühler Büros Bramey Partner Architekten AG zeigt, wie das rund 6 000 Quadratmeter große Logistikcenter der Firma Mendritzki auf dem ehemaligen Sportplatz Katzenbusch aussehen könnte. Mit einem Baustart wird bis Mitte 2021 gerechnet

Plettenberg – Die Stadt Plettenberg profitiert seit Jahrzehnten von den zahlreichen Industriebetrieben im Stadtgebiet, die für hohe Gewerbesteuereinnahmen sorgen. Damit dies auch so bleibt, wurden in der gut dreistündigen Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Mittwoch die Weichen gestellt für gleich zwei Industrieprojekte.

CDU-Ratsherr Martin Seuthe bemängelte dabei, dass der „dicke Wälzer“ für die Fächennutzungsplanänderung im Bereich Katzenbusch erst sehr spät zugestellt worden sei und einige irreführende Begriffe enthalte. CDU-Fraktionschef Heiko Hillert stellte in dem Zusammenhang aber klar, dass die Christdemokraten „inhaltlich nichts gegen die Industrieerweiterung auf dem ehemaligen Sportplatz Katzenbusch haben.“ 

Dem schlossen sich auch die übrigen Fraktionen an und stimmten dem Vorhaben einstimmig zu. Die Firma Mendritzki plant auf dem einstigen Ascheplatz ein 6 000 Quadratmeter großes Logistikcenter. Um bis Mitte nächsten Jahres mit dem Bau beginnen zu können, sind allerdings noch einige Baumaßnahmen erforderlich, die Bestandteil der aufwändigen Gesamtplanung sind. So müssen unter anderem der bisher auf dem Gelände verlaufende Radweg und der Elsebach verlegt werden. 

 Die Gesamtkosten für die Gewässerverlegung betragen rund 461 000 Euro.  Doch in der Sitzung am Mittwoch wurde nicht nur der Mendritzki-Erweiterung zugestimmt. Es ging auch um die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen. Denn das von vier Tälern geprägte Plettenberger Stadtgebiet ist eng bebaut und Gewerbeflächen sind rar. 

Bei der Neuaufstellung des sogenannten Regionalplans und eines Gewerbeflächenkonzeptes wurde der Stadt Plettenberg ein rechnerisches Defizit an gewerblichen und industriellen Flächen nachgewiesen. Nach der Ansiedlung der Firma Junior auf einem riesigen Areal im Industriegebiet Osterloh-West waren auf einen Schlag alle Reserven verbraucht. Deshalb plant die Stadt nun eine Ausweisung von Gewerbeflächen bis zur Herscheider Gemeindegrenze.

Das geplante neue Gewerbeareal in der Verlängerung der Carl-Benz-Straße liegt unterhalb von Köbbinghausen. Die Gewerbeflächen im Bereich Osterloh-West waren nach der Junior-Ansiedlung (im Vordergrund) auf einen Schlag vergeben

 Dazu erwarb man den Bauernhof der Familie Schulte unterhalb des Ortes Köbbinghausen sowie die umliegenden Flächen. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie mit dem Titel „Oberes Elsetal“ wurden bereits erste Konzepte erarbeitet, die eine grundsätzliche Eignung der Flächen herausstellen.

Als ersten Schritt strebt die Stadt nun die 12. Änderung des Flächennutzungsplanes an, um den Bereich „Im Erlnley“ als direkten Anschluss an das bestehende Gewerbegebiet an der Carl-Benz-Straße von landwirtschaftlicher in gewerbliche Fläche zu ändern. Das Areal befindet sich in der Verlängerung der Firma Linamar/Seissenschmidt und ist 3,6 Hektar groß (36000 Quadratmeter). Die Erschließung der Gewerbefläche verläuft über die bereits vorhandene Carl-Benz-Straße. Dem Vorhaben stimmten die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses einstimmig zu.

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