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Aus der Not geboren: Grundschüler werden Turnhelfer für Kita-Kinder

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Die Grundschüler nahmen ihre Aufgabe als „Turnhelfer“ sichtlich ernst und gaben den Kita-Kindern Hilfestellungen.
Die Grundschüler nahmen ihre Aufgabe als „Turnhelfer“ sichtlich ernst und gaben den Kita-Kindern Hilfestellungen. © Göbel-Arndt

Dass auch aus der Not heraus tolle Projekte entstehen können, die am Ende nachhaltig sind, das bewiesen in den vergangenen Wochen die Verantwortlichen der Grundschule Eschen: Mit großem Erfolg wurde das Projekt „Turnhelfer“ ins Leben gerufen.

Plettenberg – Zum Hintergrund: Aufgrund der sechswöchigen Schließung (Revision) des Aqua-Magis war es an der Grundschule Eschen zu einer Doppelbelegung der Turnhalle gekommen. Denn sowohl die Schüler der dritten Klasse als auch die Kinder des Familienzentrums am Eschen wollten zur gleichen Zeit in der Turnhalle Sport machen.

Und so überlegte sich Sportfachkraft Sabine Göbel-Arndt, wie man zu einem Kompromiss kommen könnte. Entstanden ist daraus das Projekt „Turnhelfer“, bei dem die Drittklässler in mehreren Sportstunden den Auf- und Abbau eines Geräteparcours sowie die entsprechenden Hilfestellungen lernten – und zwar sowohl theoretisch als auch ganz praktisch.

Von diesem neuen Wissen profitierten schließlich die Kinder und Erzieherinnen des Familienzentrums am Eschen – sie waren eingeladen, gemeinsam mit den Grundschülern zu turnen. Somit konnten beide Parteien die Turnhalle nutzen und die Drittklässler unter Beweis stellen, was sie in den vergangenen Schulstunden gelernt hatten – und dieses dann entsprechend anwendeten.

Die Grundschüler nahmen ihre Aufgabe als „Turnhelfer“ sichtlich ernst und gaben den Kita-Kindern Hilfestellungen.
Die Grundschüler nahmen ihre Aufgabe als „Turnhelfer“ sichtlich ernst und gaben den Kita-Kindern Hilfestellungen. © Göbel-Arndt

„Alle Kinder sind während dieser gemeinsamen Turnstunden über sich hinausgewachsen und haben in jeder Hinsicht von dieser gemeinsamen Aktion profitiert“, erklärt Sabine Göbel-Arndt. „Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Aufgabe sehr ernst und Verantwortung übernommen und großartige Hilfestellungen geleistet.“ Sie seien mit absoluter Begeisterung, aber auch voller Konzentration bei den Aufgaben gewesen. So manches Kindergartenkind habe sich so sicher gefühlt, dass es sich beim Turnen mehr getraut hatte – und alle hätten die teils anspruchsvollen Aufbauten mutig und mit Feuereifer absolviert.

„Ich bin richtig stolz auf alle Kinder und die Leistung, die sie gezeigt haben“, sagt Sabine Göbel-Arndt. Man habe viele Kinder von einer ganz anderen Seite kennengelernt und das mache das ganze Projekt noch spannender.

Daher waren sich am Ende des Projekts auch alle Beteiligten einig, dass die „Turnhelfer“ demnächst ein fester Programmpunkt in der Kooperation mit den Kindertagesstätten Eschen sein sollten. Wenn es nach den Kindern ginge, könnte das Ganze schon in der nächsten Woche erneut stattfinden.  

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