Vom Parkplatz geklaut

Das eigene Rad bei Ebay gefunden und zurückgekauft

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Am Park and Ride-Parkplatz fand der MTB-Besitzer nach Feierabend nur noch ein älteres Rad und die Reste seine Fahrradschlosses.

Plettenberg – Ein dreister Diebstahl, ein aufmerksames Opfer, vier Polizeibeamte in Zivilkleidung und ein 17-Jähriger sind die Mitwirkenden einer echten Räuberpistole.

Es war der 18. Juli, als ein 42-jähriger Plettenberger mit seinem Mountainbike zum Park and Ride-Parkplatz an der Bannewerthstraße fuhr. Dort sicherte der Mann sein vollgefedertes Mountainbike mit einem stabilen Schloss am Radunterstand, um dann per Zug zur Arbeit zu fahren. Als er abends mit dem Rad nach Hause fahren wollte, fand sich nur noch ein durchtrenntes Schloss an dem Unterstand – das Mountainbike war weg. Der Besitzer erstattete eine Diebstahls-Anzeige bei der Polizei. 

Dann tat sich längere Zeit nichts, doch gut fünf Wochen später entdeckte der Geschädigte sein Rad plötzlich mit Bild bei Ebay-Kleinanzeigen. Allerdings nicht in irgendeiner Großstadt, sondern in Plettenberg. Der 42-Jährige fackelte nicht lange, vereinbarte einen Termin mit dem Anbieter und informierte zugleich die Polizei. 

Zivilfahnder kommen mit zur Übergabe

Am 26. August war es dann so weit. Am Treffpunkt, dem Kriegerdenkmal in Ohle, sollte es zur Übergabe kommen. Dort übergab der Anbieter dem rechtmäßigen Besitzer dann auch das Rad. Und genau in dem Moment nahmen ihn vier Zivilfahnder auf frischer Tat fest.

Das Mountainbike hat seinen Besitzer wieder.

 „Das Rad ließ sich dem Besitzer zweifelsfrei zuordnen. Der 17-jährige Plettenberger wurde zur Feststellung seiner Identität mit zur Wache genommnen und danach wieder auf freien Fuß gesetzt“, berichtete Polizei-Pressesprecher Christof Hüls. Allerdings habe der 17-Jährige bei der Vernehmung abgestritten, etwas mit dem Diebstahl zu tun zu haben. Doch auch so bleibe der Vorwurf der Hehlerei, betonte Hüls. Welche Rolle der Jugendliche bei dem Fall gespielt habe, ist Gegenstand der Ermittlungen.

"Im Klaren sein, dass man möglicherweise Diebesgut kauft"

„Als Käufer muss man sich immer im Klaren sein, dass man möglicherweise Diebesgut kauft. Und mit dem Kauf verletzt man möglicherweise Eigentumsrechte.“ Will heißen: Der mögliche neue Besitzer des Mountainbikes muss das Rad abgeben, wenn es einen rechtmäßigen Besitzer gibt. Das bezahlte Geld ist dann – wenn sich der Käufer nicht findet – weg. Im beschriebenen Fall nahm der Diebstahl ein gutes Ende. Der Geschädigte bekam sein Rad zurück und der 17-Jährige muss sich demnächst vor Gericht verantworten.

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