Gefährliches Stück zwischen Plettenberg und Werdohl

Deswegen könnte sich am Lenneradweg endlich etwas tun

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Besonders gefährlich ist die Lenneroute zwischen Werdohl und Plettenberg, hier der Bereich zwischen Teindeln und Kettling.

Plettenberg – Seit Jahrzehnten wird über das Radweg-Zwischenstück Plettenberg-Werdohl diskutiert. Bis jetzt hat sich wenig getan. Dass sich das in den nächsten Jahren ändert, hofft ADFC-Ortssprecher Sebastian Rittner.

Nach Jahrzehnten des Stillstands könnte sich nun endlich etwas tun. Die hohe überregionale Bedeutung der Lenneroute für den Rad-Tourismus in Südwestfalen werde zunehmend erkannt. „Die acht an der Lenneroute liegenden Städte haben festgestellt, dass die Lenneroute kurzfristig durchgängig fertiggestellt sein muss“, so Rittner. Immer häufiger taucht der Begriff Lenneroute 2.0 auf.

„Wir sind zuversichtlich, von der Politik gut begleitet zu werden“, erklärte Rittner im Gespräch mit Blick auf die Kommunalwahl. Über alle Parteien hinweg herrsche „Aufbruchstimmung Fahrrad“. CDU und SPD haben beide Besichtigungen vor Ort in Teindeln angekündigt, um sich das gefährliche Stück zwischen Plettenberg und Werdohl anzusehen; die SPD werde von ihrem NRW-Fraktionsvorsitzenden Thomas Kutschaty begleitet.

Auch die neugegründeten Plettenberger Grünen wollen Schwung in den Bau bringen. Die Sprecherinnen Katharina Rittinghaus und Heidi Schmidt-Adler betonen, dass die vorgeschlagenen Trassenführungen auf die jeweiligen Kosten und die schnellstmögliche Umsetzung geprüft werden sollten. Kassierer Jan Wölkerling ergänzt, dass die Grünen den Vorschlag „des ADFC entlang der Lenne als am attraktivsten ansehen“ – vor allem im Hinblick auf die Entwicklung des Tourismus in unserer Region. „Die Grünen schließen sich den Forderungen des ADFC nach Lückenschließungen, (auch lenneaufwärts Richtung Lennestadt) an“, sagt Rittner.

Zur Zeit erfolge ein Generationswechsel in Ämtern und Verwaltungen. Diese „neuen Besen“ hätten laut ADFC die Zeichen der Zeit erkannt und setzten proaktiv und schnell die einzelnen Planungsschritte um.

Auf einen offenen Brief des ADFC, der Ende Juni geschrieben wurde, gab es „nur positive Rückmeldungen von den Landräten und den betroffenen Städten.“ Als positives Beispiel für den Radverkehr hebt der ADFC die Stadt Finnentrop hervor, die in den letzten 10 Jahren gezeigt habe, was bei der Radwegeplanung möglich ist. „Beim Fortschritt des Radwegebaus präsentiert sich Finnentrop als Referenz- Stadt an der Lenneroute.“

Fahrräder immer beliebter

Das Interesse für die Verwirklichung des Radweges ist nicht verwunderlich. Denn Fahrräder boomen, besonders dank der elektrischen Pedelecs, die beim Fahren unterstützen. Die Coronazeit hat das noch einmal verstärkt. Kommen soll auch ein „Fahrrad-Gesetz NRW“, worauf sich die Verwaltungsebenen der Kreise und Kommunen einstellen und die Vorgaben abarbeiten müssten. Auch der „Masterplan Radverkehr MK“ auf Kreisebene für den Alltagsverkehr werde kommen, so der ADFC, der die Entwicklungen genau beobachtet. „Es wird künftig keine Trennung mehr von Alltags- und Freizeitradlern geben“, so Rittner. „Beide Bereiche befruchten sich gegenseitig.“

Was noch getan werden muss

Der ADFC wünscht sich einen Ansprechpartner für den Radverkehr im MK, der sich um touristischen Radverkehr und das Weiterentwickeln des „Radeln nach Zahlen“ kümmert. Auch solle der Arbeitskreis Lenneroute reaktiviert werden. Zudem müssen Planungskapazitäten für die Städte bereitgestellt werden, die über zu geringe oder gar keine Kapazitäten verfügen, um zeitnah die Radwegeabschnitte entlang der Lenne final zu planen.

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