‘Auf der Halle’ ohne Anschluss

MVG fährt Schüler während der Vollsperrung nicht über Allendorfer Straße

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Die Haltestellen „Wasserbehälter“ und „Auf der Halle“ können während der Vollsperrung von der MVG nicht angefahren werden.

Plettenberg / Neuenrade - Gut sechs Wochen vor dem geplanten Start der Vollsperrung der Affelner Straße hat die MVG in Lüdenscheid eine Entscheidung getroffen, wie die Schüler zum Böddinghauser Schulzentrum gelangen sollen. „Wir werden nicht die Umleitung über die Allendorfer Straße nutzen, sondern die Schüler mit Zubringerbussen nach Neuenrade bringen“, erklärte MVG-Pressesprecher Jochen Sulies.

Von dort fahren die Schüler dann mit dem Regelverkehr über Werdohl nach Plettenberg. „Die Straßenführung im Bereich der Allendorfer Straße ist für die großen Busse ungeeignet – noch dazu, wenn der Verkehr dort deutlich zunimmt“, erklärte Sulies. Die Schüler müssten rund 15 Minuten früher an der Haltestelle stehen, um von Affeln nach Neuenrade Mitte gebracht zu werden. 

Der Rückweg verlaufe ähnlich. „Die genauen Fahrzeiten und auch die übrigen Umleitungen werden wir noch vor den Osterferien bekannt gegen“, erläuterte Sulies, der allerdings auch schlechte Nachrichten für die Schüler im Bereich „Auf der Halle“ hatte. „Dort können wir leider keinen Busverkehr während der Vollsperrung anbieten.“ Wie der städtische Fachbereichsleiter Hans-Peter-Kapitain erklärte, werde man im Plettenberger Rathaus an einer Lösung für die betroffenen Schüler arbeiten. Stellung bezog unterdessen auch Abteilungsleiter Dirk Stiepert von Straßen.NRW zu den Fragen von Leser Karl-Ernst Reiser hinsichtlich einer Nachtarbeit an der Affelner Straße. Demnach würden Straßenbaumaßnahmen „nur in Ausnahmefällen im Drei-Schicht-Betrieb und an Wochenenden und dann auch nur auf stark belasteten Bundesautobahnen ausgeschrieben“. 

Die Probleme bei dieser Ausschreibungsvariante seien vielfältig. „Die Baufirmen haben in der Regel nicht genug Personal, um die ‘normalen’ Baustellen abzuwickeln und zusätzlich mehrere Kolonnen im Drei-Schicht-Betrieb bereitzustellen.“ An der Affelner Straße erfolge der permanente Ab- und Antransport des Materials zudem durch die sich anschließenden Wohngebiete, was in Sachen Lärmschutz problematisch sei. Auch könnten weder in der Nacht noch an den Wochenenden Lagerplätze bzw. Deponien angefahren werden, da diese geschlossen oder nicht besetzt seien. 

„Deshalb können wir in der Regel weder den Drei-Schicht-Betrieb noch die Wochenendarbeit ausschreiben.“ Stattdessen habe man die Ausführung der Arbeiten „an allen Werktagen unter vollständiger Ausnutzung des Tageslichts ausgeschrieben“, so Stiepert abschließend.

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