„Ich halte den Modepark Röther für eine Stadt wie Plettenberg überdimensioniert“

Attendorner Klage gegen Plettenberg: Interview mit Bürgermeister Pospischil

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Nach Ansicht des Attendorner Bürgermeisters ist der Modepark Röther im einstigen Real-Gebäude für eine Stadt wie Plettenberg überdimensioniert. Er kritisiert das im Vorfeld fehlende Beteiligungsverfahren, in dem die Interessen der Nachbarstädte hätten berücksichtigt werden sollen. 

Plettenberg - Es ist das Thema der letzten Tage: Die Nachbarstadt Attendorn veranlasst eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg gegen die von der Stadt erteilte Baugenehmigung für den Modepark Röther. In einem ausführlichen Interview mit ST-Redakteur Georg Dickopf beantwortet der Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil elf Fragen rund um die Klage gegen Plettenberg.

Die Klage der Stadt Attendorn gegen die Stadt Plettenberg hat hohe Wellen geschlagen. Viele Bürger fragen sich, warum man sich unter „Nachbarn“ verklagen muss und vor allem warum das erst jetzt geschieht, kurz vor der geplanten Eröffnung? Liest man in Attendorn keine Zeitung oder schaut ins Internet, was hinter dem Berg passiert?

Christian Pospischil: Attendorn ist leider nicht von Plettenberg über das Vorhaben informiert geschweige denn beteiligt worden. Insofern mussten wir zunächst mühsam Informationen zum planungsrechtlichen Hintergrund sammeln. Wir haben versucht, mehr über die Unstimmigkeiten aus unserer Sicht im persönlichen Gespräch mit Vertretern der Stadt Plettenberg zu erfahren. Erst nachdem unsere Kritikpunkte nicht ausgeräumt werden konnten, haben wir uns für die Klage entschieden. Es wäre uns lieber gewesen, unsere Vorbehalte in einem ordentlichen Beteiligungsverfahren vor der Genehmigung für den Modepark vorzutragen.

Es gab im Dezember 2017 einen Kontakt zur Stadt Plettenberg und im Januar ein Treffen mit Ulrich Schulte und Hartmut Engelkemeier Konnte man dabei nicht eine Einigung erzielen und offene Fragen klären?

Pospischil: Leider nicht.

Wie fiel die Abstimmung zur Klage in der Stadtverordnetenversammlung aus?

Pospischil: Die Stadtverordnetenversammlung in Attendorn hat der Klage einmütig zugestimmt.

Das Interview in voller Länge finden Sie im ePaper sowie in der gedruckten Zeitung.

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