Attendorner Bürgermeister noch nicht zufrieden: Modepark Röther in Plettenberg weiterhin "erdrückend"

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Plettenberg - Die Streit zwischen den Städten Attendorn und Plettenberg wegen des Modepark Röther am Maiplatz geht in die nächste Runde. Attendorn hat nun ergänzend zur gerichtlichen Klage eine kritische Stellungnahme abgegeben. Der Tenor: Der Modepark sei trotz Verkleinerung der Verkaufsfläche noch immer erdrückend.

In der Pressemitteilung, die die Stadt Attendorn gestern nach der Recherche des Süderländer Tageblatt veröffentlicht und an mehrere Medien gesandt hat, heißt es im Wortlaut:

Mit Datum vom 23. Juli 2018 hat die Hansestadt Attendorn im Klageverfahren gegen die Baugenehmigung des Ansiedlungsvorhabens „Modepark Röther“ in Plettenberg eine kritische Stellungnahme zur vorgelegten Auswirkungsanalyse und Umweltverträglichkeitsprüfung bei Gericht eingereicht.

Seit Anfang Juni liegt die Klageerwiderung nebst Auswirkungsanalyse als auch Umweltverträglichkeitsprüfung der Stadt Plettenberg zum Vorhaben „Modepark Röther“ vor. Die Hansestadt Attendorn hat die Auswirkungsanalyse von dem Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH aus Köln prüfen lassen. Die vorgetragene Verkaufsflächenreduzierung von 7.000qm auf nun 6.000qm wird weiterhin als kritisch betrachtet, da deutliche schädliche Auswirkungen für den Attendorner Einzelhandel zu erwarten sind.

Denn mit den 6.000qm, verteilt auf 5.300qm Bekleidung und 700qm Schuhe, wird der bisher weitgehend gleichmäßig Bestandin diesen Sortimenten in den benachbarten Städten Plettenberg, Attendorn, Werdohl und Sundern von bisher jeweils 3.000qm bis 4.000qm Verkaufsfläche zulasten der Nachbarn aufgebrochen. So erreicht Plettenberg unter Berücksichtigung des Bestandes zukünftig annähernd 10.000qm. Gleichzeitig muss realistisch davon ausgegangen werden, dass circa 18% des geplanten Umsatzes des Modeparks von Kunden aus Attendorn generiert werden soll.

„Wir begrüßen, dass die Stadt Plettenberg auch ohne eine Gerichtsentscheidung die Verkaufsfläche des Modeparks reduzieren will. Aber auch 6.000qm Verkaufsfläche werden bei dieser Verteilung auf die Sortimente Bekleidung und Schuhe aus unserer Sicht weiterhin zu deutlichen Wettbewerbsverzerrungen führen, die sowohl jetzt den Attendorner Einzelhandel, aber auch zukünftige Entwicklungen erheblich beeinträchtigen“, begründet Bürgermeister Christian Pospischil die kritische Stellungnahme.

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