„Braucht mindestens glatte 1“

ASG-Schüler Veli Simsek gewinnt Mathe-Preis

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Veli Simsek machte den 3. Platz beim Dr. Hans Riegel Fachpreis 2017 im Fach Mathematik. Ihm gratulierten Schulleiterin Elisabeth Minner (v. li.), Bastian Rupprecht, Lehrer im Leistungskurs Mathermatik, und Bastian Rinke, Koordinator der Naturwissenschaften und MINT am ASG. 

Plettenberg - Veli Simsek vom Albert-Schweitzer-Gymnasium konnte sich jetzt den dritten Platz des „Dr. Hans Riegel Fachpreises 2017“ für das Fach Mathematik sichern. Über 100 Schüler aus dem Gebiet rund um die Düsseldorfer Heinrich Heine-Universität haben sich beworben – Simsek war der einzige Plettenberger, der an dem Wettbewerb teilgenommen hat.

„Mit der Note zwei nimmt niemand an dem Wettbewerb teil“, erklärt Bastian Rupprecht, der den Leistungskurs Mathe als Lehrer betreut hat. „Eine glatte Eins sollte man schon mindestens haben“ – Simsek erzielte sogar eine 1+. Die Schüler konnten sich freiwillig mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit bewerben, die sie in der elften Klasse schreiben; bei dem Preis gibt es verschiedene Fachbereiche. Dabei sieht sich Simsek selbst nicht als absoluten „Mathe-Crack“. „Ich war erst unsicher, wie gut die Arbeit ist“, erklärt er. „Aber ich habe mir viel Mühe gegeben“. 

Seine Arbeit hat den Titel „Das Banach-Tarski Paradoxon und wie die Physiker den Mathematikern die Weltrettung ruinieren“. Es geht um den mathematischen Satz, der 1924 von Stefan Banach und Alfred Tarski veröffentlicht wurde und besagt, dass man eine Kugel in endlich viele Teilen zerlegen und diese Teile dann wieder zu zwei identischen, lückenlosen Kugeln zusammenfügen kann, allein durch Drehen und Verschieben der Teile. 

„Das ist so einfach nicht möglich. Ich habe das in der Arbeit genau ausgearbeitet“, erklärt Simsek, der den Satz unter physikalischen Aspekten untersuchte. Diese Leistung wurde nun durch den dritten Platz des Dr. Hans Riegel-Fachpreises gewürdigt, der mit 200 Euro dotiert ist. Simsek nahm über die Heinrich Heine Universität Düsseldorf teil. Professoren prüften die Arbeit trafen letztlich eine Entscheidung. 

Ziel des Wettbewerbs ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Nachwuchsförderung erreicht. 

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