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Mit Lego-Bausteinen hoch hinaus: Gymnasiasten räumen bei Wettbewerb gleich mehrfach ab

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Von: Sabrina Jeide

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Robotik-AG des ASG räumt beim Lego-Wettbewerb ab
Toller Erfolg für die Robotik-AG des Albert-Schweitzer-Gymnasiums: Im Wettbewerb der First Lego League belegte die „tASG force“ in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Der angehende Abiturient Ratho Rahs (5. von rechts) erhielt eine Auszeichnung für seine Coaching-Leistung. © Sabrina Jeide

Wer kennt sie nicht – die kleinen bunten Legosteine, die es in nahezu allen Kinderzimmern gibt und die immer wieder zu fantasievollen Kunstwerken zusammen gebaut werden. Das ist in der Robotik-AG des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) nicht anders, aber mit einem feinen Unterschied: Hier wird nicht einfach nur gestapelt und gebaut, sondern das Lego-Konstrukt wird sozusagen zum Leben erweckt und als Roboter eingesetzt, der verschiedene Aufgaben erfüllen muss.

Plettenberg – Seit vielen Jahren engagiert sich das Plettenberger Gymnasium im Bereich der Naturwissenschaften ganz besonders. Die Robotik-AG bietet dabei den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihr gelerntes Wissen praxisnah umzusetzen. So macht Bildung gleich doppelt Spaß!

Nach zwei Jahren der pandemiebedingten Pause nahm die Robotik-AG als „tASG force“ am letzten Wochenende wieder am First Lego League-Wettbewerb teil, der im Heinz Nixdorf-Museumsforum in Paderborn stattfand. Und das mit herausragendem Erfolg: In der Gesamtwertung „Champion“ belegten die Plettenberger den zweiten Platz. „So gut waren wir noch nie“, freute sich Lehrer Bastian Rinke, der die Gruppe zwar nicht nach Ostwestfalen begleiten konnte, aber die AG bereits seit vielen Jahren betreut. Auch Schulleiterin Elisabeth Minner lobte die „tolle Leistung“.

Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „super powered“ und thematisierte vor allem den nachhaltigen Umgang mit Energie. Eingeteilt ist der Wettstreit dabei in mehrere Bereiche – einen besonderen Reiz hat das „Robo-Game“, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihren Roboter so programmieren müssen, dass er in zweieinhalb Minuten möglichst viele verschiedene Aufgaben – wie z.B. das exakte Hinfahren zu einem Ziel – erfüllt. Hinzu kam das Design des Roboters, das die Plettenberger zuvor mit Hilfe virtueller Modelle erarbeiteten. Hier war kein Team besser als das ASG. Abschließend galt es bereits im Vorfeld einen Forschungsauftrag zu erfüllen. Die Robotik-AG setzte sich mit Energiesparmöglichkeiten in Klassenzimmern auseinander, zum Beispiel wie das Lüften optimiert werden könnte. Erkenntnisse, die vielleicht nicht nur in theoretischer, sondern auch in ganz praktischer Form umgesetzt werden könnten.

Und so war am Ende des Tages der Jubel der begleitenden Lehrer Miguel Maiworm und Jonas Erbeling und der Plettenberger Schülerinnen und Schüler groß. Ihre Vorbereitungen, die sie übrigens auch während der Weihnachtsferien vorangetrieben hatten, zahlten sich aus.

Ausgezahlt hat sich auch der Einsatz des angehenden Abiturienten Ratho Rahs: Er wurde für seine hervorragende Coaching-Leistung des Plettenberger Teams separat ausgezeichnet.

Der Wettbewerb: First Lego League ist ein internationales Bildungsprogramm. Es wurde 1998 durch die amerikanische Stiftung First (For Inspiration and Recognition of Science and Technology) und das Unternehmen Lego initiiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz organisiert der eingetragene Verein Hands on Technology seit 2002 das Bildungsprogramm.

Die First Lego League mit zwei Angeboten im Bereich Explore (für jüngere Schülerinnen und Schüler) und Challenge (für ältere Schüler – hier nahmen auch die Plettenberger teil) soll die Teilnehmer über mehrere Jahre begleiten und nachhaltig ihre Fähigkeiten in den Bereichen MINT, Teamwork und Kommunikation beeinflussen.

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