1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Wasserschaden im Hallenbad: So ist der Stand der Sanierung

Erstellt:

Von: Hartmut Damschen

Kommentare

Henning Thomas, Carla Witt und Leonard Thomas (von links) vor der Wandheizung.
Henning Thomas, Carla Witt und Leonard Thomas (von links) vor der Wandheizung. © Damschen

Der Schreck war im August 2020 bei den Schwimmern groß, als zum zweiten Mal die Räume im alten Hallenbad in Böddinghausen unter Wasser standen. Wieder war das Regenwasser durch die Decken bis hinunter in den Übungsraum nebst Sanitärräumen gelaufen. Mittlerweile ist die Sanierung des alten Hallenbads gut vorangeschritten – und das wollten die Mitglieder beim Tag der offenen Baustelle auch der Öffentlichkeit präsentieren.

Plettenberg - Henning Thomas, Schatzmeister des Vereins, erinnert sich: „Damals stand das Wasser 20 Zentimeter hoch bei uns.“ Carla Witt, zweite Vorsitzende, wies im Abstellraum auf die noch unverkleidete Betondecke, auf der sich unverkennbar die Wasserspuren von 2020 verewigt haben.

Sie ergänzte: „Der Asphaltboden des Übungsraumes war vollkommen unbrauchbar geworden. Also musste er auch raus. Den hat die Stadt Plettenberg entsorgt. Beim Herausreißen des Bodens bemerkten wir, dass die Mauern zu den Sanitärräumen auf dem Asphaltboden standen. Also mussten die Wände auch noch abgebrochen werden.“

Inzwischen ist der elastische Sportboden eingezogen und die Wände stehen im Rohbau meistenteils auch wieder. Fertig verlegt sind schon die Windungen der Heizungsrohre an der rückwärtigen Wand und die Zu- und Abflussrohre im Sanitärbereich.

Drei Baumaßnahmen stehen im Vordergrund: Die Neugestaltung des Übungsraumes, barrierefreier Zugang zu den Umkleidekabinen, Duschen und Toilettenanlagen sowie die energetische Sanierung der Fensterfront.

Mittlerweile sei ungefähr die Halbzeit zwischen Renovierungsbeginn im April und dem Beginn des geplanten Übungsbetriebes im September erreicht. Alle Plettenberger, nicht nur die Vereinsmitglieder waren am Wochenende aufgerufen, sich über den Stand der Umbau- und Renovierungsarbeiten zu informieren.

Dazu gehört auch der Abbruch der Glasbausteine an der rechten Wand des Übungsraumes mit der kälteempfindlichen Stahlkonstruktion im oberen Lüftungsbereich. Hier wird eine neue Fensterfront mit einem neuen Belüftungssystem entstehen. Henning Thomas schmunzelte: „Dann wird die Zeit der Raureifbildung an dieser immerwährenden Kältebrücke der Vergangenheit angehören.“ Entlang des überdachten Eingangsbereiches werden die Fenster ebenfalls erneuert.

Zur Bemusterung lagen die Wand- und Bodenfliesen vom Sanitär- und Zugangsbereich aus. Außerdem war ein Teil der künftigen Wandverkleidung im Übungsraum zu sehen.

Zur Finanzierung der notwendigen Investitionen hatte der Verein einen Antrag beim Landessportbund eingereicht. Die Landesregierung stellt mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ Hilfe zur Verfügung.

„Für die Umbau- und Renovierungsarbeiten der Räume des Schwimmvereins wurden vor Antragstellung knapp 90 000 Euro veranschlagt. Davon erhalten wir 42 000 Euro über die NRW-Bank aus dem Förderprogramm. Den Rest müssen wir über Eigenleistung oder über Spenden selbst einbringen“, erläuterte Schatzmeister Henning Thomas.

Der Förderverein sorgte mit Kaffee und frisch gebackenen Waffeln in der Nachmittagszeit dafür, dass die Kaffeetafel zu Hause nicht gedeckt werden musste.

Alle Beteiligten, der sportliche Leiter Leonard Thomas vorneweg, freuen sich darauf, den Übungsbetrieb in den bald wieder nutzbaren, renovierten Räumen aufnehmen zu können.

Auch interessant

Kommentare