Tunnelsanierung nachts und ohne Vollsperrung geplant

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Tempo 30 im Hestenbergtunnel könnte in einem Monat Geschichte sein.

Plettenberg - Drei bis vier Wochen lang sollte der Hestenbergtunnel gesperrt werden, um die defekten Wassereinläufe zu sanieren. Ob Vollsperrung oder einspurig – ein mehrwöchiges Verkehrschaos wäre vorprogrammiert gewesen.

 Doch nun gibt es mehr als Hoffnung, denn nachdem der CDU-Landtagsabgeordnete Marco Voge in der Heimatzeitung von der geplanten Sperrung las, stellte er eine Anfrage beim Düsseldorf Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Ich habe dort auf die Bedeutung des Tunnels hingewiesen“, sagte Voge. Demnach sei die Erkenntnis gereift, dass die Arbeiten im Optimalfall nachts durchgeführt werden, um den Verkehr dann tagsüber wieder freigeben zu können. Die entsprechende Auftragsvergabe stehe unmittelbar bevor. Das bestätigte gestern Önder Sahin, Projektleiter in der Regionalniederlassung Südwestfalen.

 „Wir haben die Entscheidung nach Rücksprache mit den Baufirmen getroffen“, sagte Sahin. „Wir planen die Sanierung voraussichtlich ab Mitte Februar innerhalb von sieben Tagen.“ Jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr morgens sollen die einzelnen Abläufe ausgetauscht bzw. neu befestigt werden. Während der nächtlichen Arbeiten soll der Verkehr einspurig im Tunnel weiterlaufen. Ab 6 Uhr morgens werde der komplette Verkehr wieder tagsüber freigegeben, ehe die Arbeiten ab 20 Uhr fortgesetzt werden. 

„Ich hoffe, dass wir die Maßnahme in sieben Tagen beenden können“, sagte Sahin. Innerhalb der Regionalniederlassung Südwestfalen habe man die nächtlichen Arbeiten ins Auge gefasst, nachdem man gemerkt hat, „was in Plettenberg los ist, wenn der Tunnel dicht ist.“ Deshalb habe man auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet und könne die Arbeiten kurzfristig freihändig vergeben. 

Wann die Sanierungsarbeiten starten sollen, ließ Sahin gestern noch offen. Der Termin – denkbar ist die siebte Kalenderwoche – soll aber in Kürze festgelegt werden. Nach Abschluss der Arbeiten werden auch die Tempo 30-Schilder wieder abgebaut. Marco Voge zeigte sich abschließend erfreut darüber, dass die Belastung der Verkehrsteilnehmer in Plettenberg durch die Nachtarbeit deutlich reduziert werden könne. 

„Für jeden Verkehrsteilnehmer in Plettenberg ist das eine enorme Entlastung“, freute sich der CDU-Landtagsabgeordnete über die von der Regionalniederlassung gefundene Lösung, die sicherlich alle Plettenberger erfreuen dürfte, zumal die Mehrkosten nur bei rund 25 Prozent liegen sollen.

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