Bürgermeister schreibt Elternbrief

Appell der Stadt: Kita-Kinder möglichst zuhause betreuen

Symbolfoto Kita
+
Zur Entlastung des Kita-Personals bittet der Bürgermeister die Eltern, wenn möglich tage- oder stundenweise selbst eine Kinderbetreuung zu organisieren.  (Symbolfoto)

In einem Brief wendet sich Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte an die Eltern von Kita-Kindern und bittet sie, die Betreuung der Kinder zumindest tage- oder stundenweise selbst zu organisieren, um das Kita-Personal in der Vier-Täler-Stadt zu entlasten.

Plettenberg – Es erinnert an den Appell von NRW-Familienministers Joachim Stamp während des eingeschränkten Pandemiebetriebs. Der Bitte, Kinder möglichst zuhause zu betreuen, folgten auch viele Eltern. Mit der Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb ab dem 22. Februar entfiel dieser Appell, es kamen wieder mehr Kinder in die Kitas.

Die Corona-Entwicklung nicht nur im Märkischen Kreis, sondern auch speziell im Plettenberg, hat den Bürgermeister nun zu einem eigenen Appell veranlasst. „Die Erhöhung der Infektionszahlen und die Möglichkeit, dass Plettenberg zum ,Hotspot’ wird, stellen uns vor große Herausforderungen“, schreibt er in dem Elternbrief. Gemeinsam mit dem Fachgebietsleiter des Jugendamts, Michael Schröder, und den Leitungen der Plettenberger Kitas fand am 1. März ein intensiver Austausch über die derzeitige Situation statt und es wurde das weitere Vorgehen abgestimmt.

Insbesondere durch die festen Settings in den Kitas ergäben sich für die Leitungen Probleme in der Personalplanung, wie Schulte auch auf ST-Nachfrage noch einmal betonte. „Wenn in einer Gruppe eine Erzieherin ausfällt, kann die Leitung nicht einfach jemanden aus einem anderen Setting abziehen.“

Appell der Stadt: Kita-Kinder möglichst zuhause betreuen

Deswegen sei die Überlegung, dass sich diese Problematik besser handhaben lasse, wenn die Gruppen kleiner, also weniger Kinder in der Kita sind.

Obwohl man wisse, dass die Eltern schon einen „enormen Kraftakt hinter sich haben“ bei der Betreuung der Kinder zuhause, bittet der Bürgermeister die Eltern ihre Termine zu überprüfen und ob sie eine Betreuung ihrer Kinder tageweise oder stundenweise selbst organisieren können.

„Wenn möglich, halten Sie ihre Kinder bitte Zuhause oder holen Sie Ihr Kind vorzeitig aus der Einrichtung ab. So tragen Sie dazu bei, dass das Personal in den Einrichtungen zielgerichtet eingesetzt werden kann und im Rahmen der Gruppentrennungen auch die Belastungen verringert werden.“

Die Kita-Leitungen haben sich auf folgendes verständigt: Die Reduzierung um 10 Stunden soll nach dem 8. März beibehalten werden, um personelle Engpässe besser auffangen zu können. Die Einrichtungen überprüfen eigenständig, ob sie diese Reduzierung rückgängig machen, wenn es die Personallage zulässt.

Diese Regelung soll bis Ende der Osterferien am 11. April bestehen bleiben. Es könne jedoch zu Änderungen kommen, falls die Landesregierung oder der Märkische Kreis – je nach Entwicklung der Inzidenzwerte – andere Beschlüsse fasst. Auch die Settings bleiben weiter bestehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare