Spende der Apotheke am Nocken in Plettenberg

Maskenverkauf hilft dem DRK - Fahrdienst für Senioren zum MK-Impfzentrum geplant

Apothekenteam und DRK-Mitarbeiter in Holthausen.
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Hendrik Bartels, Volker Johannes und Peter Krieger vom DRK-Ortsverein Plettenberg (von rechts) und das Team der Apotheke am Nocken um Filialleiterin Kathrin Klewer-Scherer (links mit einer Kiste voller FFP2-Masken).

Die Idee hatte Apotheker Jörg Lehmann erst vor wenigen Tagen: Die Einnahmen aus dem Verkauf von FFP2-Masken in der Apotheke am Nocken in Holthausen wären doch bestens dafür geeignet, eine Hilfsorganisation zu unterstützen. Und so darf sich der DRK-Ortsverein Plettenberg freuen, in absehbarer Zeit einen stattlichen Spendenbetrag zu erhalten.

Plettenberg – Hintergrund der Spendenaktion: Seit dem 15. Dezember 2020 haben über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen Anspruch auf 15 FFP2-Masken. Die ersten drei Masken gab es bis zum 6. Januar kostenlos in der Apotheke, wenn das Alter mittels Personalausweis oder die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe nachgewiesen werden konnte.

Berechtigungsscheine werden verschickt

In zwei weiteren Wellen werden nun nochmals jeweils sechs FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Hierfür erhalten die Berechtigten per Post von ihrer jeweiligen Krankenkasse einen fälschungssicheren Berechtigungsschein. Diesen müssen sie anschließend in der Apotheke vorlegen und erhalten im Zeitraum bis Ende Februar die ersten sechs Masken, wobei ein Eigenanteil von zwei Euro zu bezahlen ist. Der zweite Schein kann von Mitte Februar bis Mitte April eingesetzt werden. Für weitere zwei Euro Eigenanteil gibt es dann nochmals sechs FFP2-Masken.

Verzicht auf Eigenbeteiligung der Kunden

Auf die vier Euro, die jeder Berechtigte bei Abnahme des kompletten Maskenkontingents zu entrichten hat, wird Apotheker Lehmann verzichten und den Betrag, der in Sammeldosen des DRK-Plettenberg eingeworfen werden soll, als Spenden an den Ortsverein überweisen. Zum Start der Aktion bedankten sich der 1. Vorsitzende Peter Krieger, der 2. Vorsitzende Volker Johannes und Sanitäter Hendrik Bartels, die mit dem Krankentransportwagen vorgefahren waren, am Mittwoch vorab schon einmal beim Team der Apotheke am Nocken um Filialleiterin Kathrin Klewer-Scherer. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Plettenberger hier ihre FFP2-Masken abholen würden“, betonten die Ehrenamtlichen des DRK.

Auch Lieferung frei Haus möglich

Wer nicht mobil ist, kann sich die Masken von der Apotheke am Nocken auch frei Haus liefern lassen. Hierzu ist eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme mit der Apotheke nötig, um das weitere Vorgehen zu klären.

DRK möchte CO2-Warnmelder anschaffen

Mit dem Spendenbetrag plant der DRK-Ortsverein, so Peter Krieger am Mittwoch, die Anschaffung von CO2-Warnmeldern, die von den Einsatzkräften an der Uniform befestigt werden können. „Diese Geräte schlagen bei einem Gasaustritt an und dienen der Sicherheit der Mitarbeiter“, weiß Krieger. Derartige Detektoren (Stückpreis ab 100 Euro aufwärts) besitzt das DRK Plettenberg bislang noch nicht.

DRK Plettenberg plant Fahrdienst ins Impfzentrum des Märkischen Kreises

Sobald der Betrieb im Impfzentrum des Märkischen Kreises in Lüdenscheid startet, will der DRK-Ortsverein Plettenberg auch einen Fahrdienst für ältere Menschen organisieren. „Genügend Fahrzeuge und Fahrer haben wir. Wir können auch Liegendtransporte und Transporte mit Rollstuhl vornehmen“, sagt der 2. Vorsitzende des Ortsvereins, Volker Johannes.

Anmeldungen für die Fahrten nach Lüdenscheid können nach erfolgter Benachrichtigung und bei einem festen Impftermin über die von 8 bis 12 Uhr besetzte Geschäftsstelle des DRK Plettenberg, Ratscheller Weg 34, Telefon (0 23 91) 60 730, erfolgen. Dort kann man sich auch helfen lassen, wenn man Probleme mit der Terminvereinbarung hat.

Dass die Fahrt zur Lüdenscheider Schützenhalle Loh, wo das Impfzentrum für den Südkreis eingerichtet ist, momentan der einzige sichere Weg zur Impfung gegen das Covid 19-Virus ist, machen die DRK-Mitarbeiter, aber auch Kathrin Klewer-Scherer von der Apotheke am Nocken deutlich: „Der Impfstoff ist so instabil, den kann man nicht zum Kunden bringen.“

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