Nur noch Rechtsabbiegen gestattet

Wegen Hangsicherung: Blemker müssen Umweg fahren

Das Schild verbietet das Linksabbiegen in die Poststraße.
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Das lange Zeit aufgehobene Schild an der Reichsstraße soll wieder in Betrieb genommen werden.

Plettenberg - Auf Umwege müssen sich diejenigen Anwohner der Blemke einstellen, die mit dem eigenen Pkw unterwegs sind – zumindest wenn sie in Richtung Finnentrop wollen. Denn im Zuge der Hangsicherungsmaßnahmen in der Blemker Kurve sind neue Verkehrsschilder aufgestellt worden, die einerseits von der Bundesstraße 236 kein Rechtsabbiegen mehr in die Blemke gestatten und andererseits das Abbiegen aus der Blemke nur noch nach rechts in Richtung Eiringhausen ermöglichen.

Grund sind die aufgestellten Steinschlagschutzelemente in Form von Zäunen mit einem massiven Betonfuß. „Der Abbiegeradius ist dadurch nicht mehr gewährleistet“, begründet Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW, die in Abstimmung mit der Stadt Plettenberg vorgenommene neue Beschilderung. Diese gelte allerdings nicht dauerhaft, sondern temporär, erklärt Berg: Also nur so lange, bis die komplette Hangsicherung abgeschlossen ist.

Aus temporär kann durchaus ein Jahr werden

Das kann allerdings noch einige Zeit dauern, möglicherweise ein komplettes Jahr. Wie bereits berichtet, müsse zunächst ein Geologe noch einmal den Hang untersuchen und ein entsprechendes Gutachten erstellen. Es folgen die Ausschreibung und die Vergabe der erforderlichen zusätzlichen Arbeiten zur Hangsicherung. Damit rechnet Berg bis Ende dieses Jahres. Im nächsten Frühjahr könnten dann die Arbeiten durchgeführt, die Schutzelemente anschließend entfernt und die temporäre Beschilderung wieder zurückgenommen werden.

Der Betonsockel des Zauns engt den Kurvenradius ein. Bis auf weiteres ist deshalb nur noch Rechtsabbiegen gestattet.

Für Ortskundige, die aus der Blemke Richtung Pasel und Rönkhausen wollen, ist das Finden einer Wendemöglichkeit sicherlich kein Problem, wenngleich sie nicht ausgeschildert ist.

Wendemöglichkeit in Eiringhausen

„Wir drehen in Eiringhausen“, sagt Tim Allenstein, Geschäftsführer der CNC-Dreherei Allenstein, die in der Blemke ansässig ist. Die Firmenfahrzeuge wählen also den Weg über die Bachstraße, die Jüttenstraße und die Kurze Straße – ein Umweg von rund anderthalb Kilometer über teilweise schmale Straßen mit engen Radien. Eine Alternative für größere Lkw wäre die Route über Post-, Brauck- und Bachstraße, also einmal rund um den Eiringhauser „Pudding“. Ein Weg, der aber normalerweise gar nicht möglich wäre, galt doch an der Kreuzung Reichsstraße, Poststraße, Hochbrücke in Richtung Ohle stets „vorgeschriebene Fahrtrichtung geradeaus“, war ein Linksabbiegen in die Poststraße nicht gestattet.

Während des Neubaus des Eiringhauser Busbahnhofs wurde diese Regelung allerdings aufgehoben, das entsprechende Verkehrsschild durchgestrichen. Jetzt, da der neue Busbahnhof schon seit einigen Wochen fertiggestellt ist, hatte sich an der Situation zunächst nichts geändert, blieb das Linksabbiegen vorerst weiterhin möglich.

Für die Anwohner der Blemke und die dort ansässigen Unternehmen wäre es eine durchaus wünschenswerte Regelung, wenn diese zweite Wendemöglichkeit noch so lange bestehen bliebe, bis die Hangsicherung in der Blemker Kurve komplett abgeschlossen ist und die temporäre Beschilderung dort wieder aufgehoben werden kann.

Schild bleibt nicht außer Betrieb

Doch dem wird nicht so sein: Wie Stefanie Schade, Sachgebietsleiterin Straßenverkehr und Umwelt der Stadt, am Mittwoch mitteilte, sei die Ampelrücksetzung an der Reichsstraße bereits kurzfristig anberaumt worden. Mit ihr sei bereits begonnen worden und sie werde in dieser Woche abgeschlossen. Somit ist das Linksabbiegen nicht mehr möglich, bleibt den Blemkern nur der engere Weg über die Jüttenstraße.

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