Anders, aufregend und naturverbunden: Praktikum im Rathaus der Partnerstadt Bludenz

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Die Auszubildende der Stadt Plettenberg, Katja Gerecht, absolvierte im September ein Praktikum in Bludenz im Rathaus.

Plettenberg -  Akten wälzen, Paragraphen kennenlernen – so stellen sich wahrscheinlich viele die Ausbildung zum dualen Bachelor of Laws bei der Stadt Plettenberg vor. Das trifft jedoch nicht zu. Ein Beispiel dafür ist das Praktikum in Bludenz, das die derzeitige Auszubildende Katja Gerecht jetzt absolvierte.

Die Idee zum Auslandspraktikum stammte von den Auszubildenden selbst. Katja Gerecht formulierte ihre Pläne, setzte sich mit den Personalverantwortlichen zusammen und fand einen gemeinsamen und sinnvollen Weg. So kam es, dass Katja Gerecht sich Ende September in Richtung Bludenz aufmachte, wo sie zwei Wochen lang in das Arbeitsleben des dortigen Rathauses eingebunden wurde.

„Die Fahrt in die Partnerstadt dauert ohne Stau fast sieben Stunden. Die Wege haben sich aber gelohnt. Ich habe kennengelernt, was in Österreich verwaltungstechnisch anders ist, als hier. Die Erfahrungen bleiben mir“, berichtet sie nach der Rückkehr in die Vier-Täler-Stadt.

Der Stadtamtsdirektor von Bludenz, Dr. Erwin Kositz, sorgte dafür, dass die Plettenbergerin Einblicke in sämtliche Verwaltungsgebiete erhielt. Ein großer Unterschied bestehe im Bereich Sicherheit und Ordnung. „Statt eines Ordnungsamtes gibt es in Österreich städtische Sicherheitswachen, die wie eine Polizeiwache funktionieren“, weiß die junge Frau nun, die auch beim Geschwindigkeitslasern dabei sein durfte. Anders, aufregend und sehr naturverbunden fand Katja Gerecht auch den Tag im Bereich Forst, der in der Heimat dem Land NRW zugeordnet ist. Hier wurde der Auszubildenden vor Ort, also im Wald, erklärt, welche Spielplatzgeräte direkt aus den heimischen Bäumen gefertigt werden.

Die Bludenzer sorgten zudem dafür, dass bei Katja Gerecht auch in der Freizeit keine Langeweile aufkam. Stadtamtsdirektor Dr. Erwin Kositz bestieg mit ihr den Mutterberg, von dem aus man bei gutem Wetter eine tolle Rundumsicht habe. Die Natur habe beim Aufenthalt in der Partnerstadt sowieso eine große Rolle gespielt. Der Ausritt mit einem kräftigen Haflinger war für die erfahrene Pferdenärrin großartig und die rasante Fahrt mit einem Quad gab Katja Gerecht Einblicke in die gesamte Umgebung von Bludenz.

„Ich war die erste Auslandspraktikantin der Stadt. Allerdings finde ich, dass auch kommende Auszubildende dieses Praktikum wahrnehmen sollten. Man erkennt auf diese Weise andere Wege der Verwaltung und sieht, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, die zum Ziel führen. Das regt zum Mitdenken an“, zieht Katja Gerecht ein abschließendes Fazit

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