Baumärkte im Lennetal

Am Wochenende nochmal ohne verschärfte Regeln shoppen – wurden die Baumärkte überrannt? 

Schon am Samstag wurde am Toom auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht.
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Schon am Samstag wurde am Toom auf die Maskenpflicht auf dem Parkplatz aufmerksam gemacht.

Wieder Lockdown, wieder kein Verreisen: Viele Menschen nutzen die Zeit daheim, um die eigenen vier Wände aufzuhübschen. Die Baumärkte in der Region sind nach wie vor ein sehr gefragtes Ziel – auch für Weihnachtsbäume, die schon jetzt fleißig gekauft werden.

Lennetal – Wir haben am vergangenen Wochenende in den Märkten der Umgebung nachgeschaut und nachgefragt, was sich nun ändert.

Toom-Baumarkt in Plettenberg

Umstellen müssen sich die Kunden in Plettenberg nicht. „Bereits seit Längerem gilt bei uns die Grenze von drei Kunden pro 100 Quadratmeter“, sagt Toom-Pressesprecherin Daria Ezazi auf Anfrage unserer Zeitung. Der Schutz von Kunden und Mitarbeitern habe in der aktuellen Situation immer oberste Priorität. „Wir haben daher in unseren Märkten seit Beginn verschiedenste Hygieneund Sicherheitsregeln festgelegt, so unter anderem auch, dass nur eine bestimmte Anzahl an Kunden im Markt sein darf“, erklärt sie. Bereits am Samstag machten Schilder auf die Maskenpflicht auch auf dem Parkplatz aufmerksam.

Der Baumarkt an der Breddestraße ist ein beliebtes Einkaufsziel: „In der Herbstzeit nutzen viele Kunden klassischerweise die Möglichkeit, Garten und Balkon winterfest zu machen und verlagern ihre Selbermach-Vorhaben nach drinnen, um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen und auch, um Projekte anzugehen, für die bisher keine Zeit war“, so die Pressesprecherin.

Dazu gehöre jetzt in den Adventswochen auch das Hyggelig-Machen, also es sich zuhause mit Lichterketten und schöner Deko gemütlich einzurichten. „Dazu gehören sicherlich auch unsere FairTrees-Nordmanntannen“, erklärt sie, dass der Weihnachtsbaumverkauf vor dem Eingangsbereich gestartet ist.

Auch vor dem Baumarkt auf der Bredde gibt es schon Weihnachtsbäume.

Hagebaumarkt Arens & Hilgert in Neuenrade

„Für uns bedeuten die neuen Maßnahmen überhaupt keine Veränderungen“, erklärt Jens Hilgert, Geschäftsführer des Neuenrader Hagebaumarktes Arens & Hilgert, mit Blick auf die Einlassbeschränkungen. Die Maßnahmen der Bundesregierung sehen vor, dass in Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person je 10 Quadratmeter erlaubt ist. Bei größeren Geschäften darf auf die zusätzliche Fläche dannhöchstens eine Person auf 20 Quadratmeter kommen.

Doch vor Ort, im Hagebaumarkt ist massig Platz: Die gut 15.000 Quadratmeter würden theoretisch Platz für über 750 Kunden bieten. Allein so viele Parkplätze gebe es gar nicht.

Die Änderung, die ab Montag viel mehr zu spüren sein werde, sei die erweiterte Maskenpflicht. Ab sofort muss der Mund-Nasen-Schutz schon vor Geschäften und auch auf dem Parkplatz getragen werden. Was die Maßnahmen insgesamt angeht: „Unsere Kunden sind sehr zuvorkommend, halten Abstand – das funktioniert“, lobt der Geschäftsführer.

Der Samstag vor dem ersten Advent sei traditionell ein umsatzstarker Tag, so Hilgert. Bei unserem Besuch am frühen Nachmittag war der Parkplatz bestens gefüllt. Alle acht Kassen waren offen, auch um Staus möglichst zu vermeiden. Klare Sache: Die viele Zeit zuhause wird vielfältig genutzt.

Und so lässt sich vielleicht ein anderes Phänomen erklären: Weihnachtsbäume gehen schon jetzt sehr gut weg – und damit früher als in den Vorjahren. Vor gut zwei Wochen hatte Arens & Hilgert mit dem Verkauf begonnen. „Viele sind vielleicht sonst verreist und haben auf einen Baum verzichtet“, so Hilgert. Generell sei auch die Nachfrage nach weihnachtlicher Deko wie Lichterketten in diesem Jahr spürbar höher. „Noch haben wir alles da”, erklärt der Geschäftsführer. Es sei aber nicht auszuschließen, dass einige Weihnachtsartikel irgendwann ausverkauft seien.

Mein Garten in Nachrodt-Wiblingwerde

„Es ist weniger los als sonst“, meint Heike Gelaudie, Chefin des Gartencenters „Mein Garten” in NachrodtWiblingwerde. Das Einkaufserlebnis leide unter den Maßnahmen. Die Situation beschreibt sie als nicht sehr schön. „Wir versuchen, den Kopf über Wasser zu halten.”

Verpflichtend ist seit dem 30. November, dass jeder einen Einkaufswagen mitnimmt. Auf mehreren tausend Quadratmetern gibt es aber auch hier reichlich Platz, um sich nicht zu nahe zu kommen. Für die Maskenpflicht, die jetzt auch auf dem Parkplatz herrscht, soll noch ein großes Plakat aufgehängt werden, so Gelaudie.

Schon am Samstag waren auch an der Altenaer Straße die ersten Weihnachtsbäume zu haben. Richtig losgehen soll es mit dem Verkauf in dieser Woche. Schon seit Längerem gibt es passend zur Adventszeit eine große Auswahl an Gestecken, Kerzen und Weihnachtsschmuck.

Sogar der Laden selbst ist richtig schön weihnachtlich geschmückt mit einer nahezu lebensgroßen Krippe, Lichterketten, Geschenken – und natürlich dem weißbärtigen Mann mit dem roten Umhang.

Obi-Markt in Lüdenscheid

Am Obi-Markt zwischen Lüdenscheid und Werdohl sticht Kunden sofort ein großer geschmückter Weihnachtsbaum ins Auge. Der Parkplatz war am Samstagmorgen gut gefüllt. Warten, um in den Markt zu kommen, musste keiner. Wie schon seit Monaten gelten natürlich auch hier die Corona-Regeln: Im Eingangsbereich stehen Desinfektionsmittelspender. Auf dem Boden sind Markierungen aufgeklebt. Überall weisen Schilder auf Maßnahmen wie Maskenpflicht hin. Wenn es zu voll würde ab Montag mit der neuen Quadratmeter-Regel, dann müssten Kunden eventuell warten, erklärte ein Mitarbeiter auf Nachfrage. Den Ansturm beschrieb er am Samstag als vergleichbar mit den Vorjahren.

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