Anruf-Linienfahrt für Strecke nach Pasel?

Alternative zum Ausfall der R 80 gefordert

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Plettenberg - Gerade die älteren Bürger in Pasel haben seit dem 29. August schlechte Karten, was die Mobilität angeht. Die Buslinie R 80, die bisher zwischen Pasel und Eiringhausen/Plettenberg verkehrte, hat bis auf den Schülerverkehr ihre Fahrten gestrichen. Das bedeutet für die Bürger, dass sie nur noch privat nach Eiringhausen und Plettenberg kommen können.

Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) hatte damals auf Anfrage der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass erst einmal nicht für einen Ersatz auf dem Streckenabschnitt Pasel – Plettenberg gesorgt würde. Ratsmitglied Peter Schmidtsiefer (SPD) hatte daraufhin eine Anfrage in der letzten Ratssitzung gestellt, in der es heißt: „Inwiefern kann die Verwaltung dafür sorgen, dass die Anbindung Pasels an Eiringhausen und Plettenberg gesichert wird? Gerade ältere Bürger, die nicht oder nicht mehr motorisiert sind, sind auf die Busverbindungen oder Vergleichbares angewiesen“. Er bat während der Ratssitzung darum, die Situation einmal zur Sprache zu bringen. Bei einer Enthaltung wurde die Verwaltung in der Ratssitzung beauftragt, eine Resolution zu erlassen, damit Pasel wieder in den Nahverkehr der MVG mit aufgenommen wird.

„Die MVG hatte uns damals mitgeteilt, dass die Strecke nicht in ihrem Bereich liegt und sich ein anderes Verkehrsunternehmen darum kümmert. Der Ball liegt also beim Kreis, da die MVG nicht alleine handeln darf, also erst vom Kreis beauftragt werden muss“, so Bürgermeister Ulrich Schulte dazu. Er habe direkt ein Schreiben an den Märkischen Kreis herausgeschickt und auch persönlich mit Landrat Thomas Gemke telefoniert. „Der Landrat war sehr verärgert.“ Es sei schon öfter vorgekommen, dass Verkehrsregelungen außerhalb des Kreisgebietes einfach von anderen Busunternehmen geändert wurden und dabei nicht auf die Bürger Rücksicht genommen wurde, so habe der Landrat gegenüber Schulte geäußert.

„Wir waren uns auch einig, dass es nicht unbedingt ein riesiger Bus sein muss, der dort verkehrt. Es würde ja schon ein Kleinbus oder eine Anruf-Linienfahrt reichen“, so der Bürgermeister über eine mögliche Lösung. Er hofft nun, dass der Kreis schnell etwas unternimmt und die MVG so schnell wie möglich eine Alternative schaffen kann.

Darüber hinaus hat Schulte auch mit der Paseler Dorfgemeinschaft gesprochen. „Je mehr Leute Druck beim Märkischen Kreis machen, desto eher wird etwas in die Wege geleitet“, hofft das Stadtoberhaupt.  

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