Gute Sparkassenbilanz im Jubiläumsjahr

‘Die alte Dame ist noch nicht müde’

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Plettenberg -  Am Freitag präsentierte der Vorstand der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis die Bilanz im Jahr des 175-jährigen Jubiläums. „Die alte Dame lebt und ist noch nicht müde“, betonte der Vorstandsvorsitzende Kai Hagen in der Hauptstelle Plettenberg mit Blick auf die einmal mehr guten Bilanzzahlen.

 „Seit nunmehr 175 Jahren sind wir als Sparkasse erfolgreich in unserem Geschäftsgebiet unterwegs. Mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2017 sind wir überaus zufrieden und fühlen uns auch für die Zukunft gut gerüstet“, sagte Hagen. Das Ergebnis sei deshalb besonders schön, „weil die Herausforderungen in der Branche groß sind. Wir haben die niedrigen Zinsmargen teilweise kompensiert mit dem Provisionsgeschäft und Kostensenkungen“, so Hagen. „Der ganze Cocktail ist uns gut gelungen.“ Die Sparkasse habe auf die Veränderungen richtig reagiert und Risikorücklagen gebildet, führte Hagen weiter aus.

 Besonders erfreulich war einmal mehr das Kreditgeschäft. Dort konnte man im vergangenen Jahr erneut zulegen. „Die Zuwächse sind zum Teil zweistellig und belaufen sich über alles auf 3,7 Prozent“, sagte Hagen. Das gesamte Kreditvolumen beträgt zum Jahresende insgesamt 1,4 Mrd. Euro und hat damit in sieben Jahren seit Ende der Finanzkrise um mehr als 70 Prozent zugelegt. „Das ist Rekord in unserem Verbandsgebiet und vor dem Hintergrund der großen Selbstfinanzierungskraft der Unternehmen und Selbstständigen ein erfreuliches Ergebnis“, befand der Sparkassenchef. 

„Ein solches Wachstum gibt es kein zweites Mal im Umkreis“, so Hagen. Im Jahr 2010 habe das Kreditvolumen noch bei 838 Mio. Euro gelegen. „Wir sind hier in einer sehr starken Industrieregion tätig – der drittstärksten Deutschlands“, erklärte Hagen die große Kreditnachfrage. Erfolgreich war die Sparkasse nach seinen Worten aber auch bei Finanzgeschäften außerhalb des Kreises. So habe man den Bau von Windkraftanlagen in Westfalen-Lippe und im Emsland sowie die Errichtung eines Mehrfamilienkomplexes in Berlin finanziell begleitet. Der Lohn der vielfältigen Bemühungen war ein Gewinn nach Steuern von 10,45 Mio. Euro. Davon mussten allerdings 7,2 Mio. Euro als sogenannter Kapitalertragspuffer abgeführt werden. Zudem flossen 9,4 Mio. Euro dem Eigenkapital zu. Die Ausschüttung an die Kommunen im Verbreitungsgebiet fiel mit 1,05 Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr (1,3 Mio. Euro). 

Vorbehaltlich der Zustimmung der Zweckverbandsversammlung wird die Sparkasse einen Betrag von 361 500 Euro an die Stadt Plettenberg ausschütten. Hinzu kommt eine Gewerbesteuerzahlung in Höhe von 819 000 Euro an den Plettenberger Kämmerer. Die Kundeneinlagen stiegen um rund 32 Mio. auf 1,13 Mrd. Euro an. „Dass die Kunden trotz der historisch niedrigen Zinsen weiterhin ihren Sparwillen zeigen, sehen wir als großen Vertrauensbeweis an. Wir empfehlen unseren Kunden in jedem Fall aber unverändert eine Streuung ihrer Anlagen, zum Beispiel durch die Beimischung von Wertpapieren“, erklärte Vorstandsmitglied Mike Kernig. Nur hierdurch bestehe die Chance, in der Nullzinsphase eine positive Rendite zu erzielen. 

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