Explosion, eingeklemmterPerson und auslaufende Säure

Alle Löschgruppen im Einsatz - Anüben der Feuerwehr

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Plettenberg - Dicker weißer Rauch steigt aus einem Zelt-Außenlager auf dem Gelände der Firma Junior auf. Bei einer Explosion gab es zwei verletzte, lautet die Meldung für die Feuerwehr – das war die vorgegebene Situation für das jährliche Anüben der Plettenberger Löschgruppen, das am Samstag an der Ziegelstraße, Ecke Bergstraße und Bludenzer Straße stattfand.

Während sich der Löschzug eins, bestehend aus den Löschgruppen Stadtmitte und Landemert, um die zwei verletzten Personen – die bei der Übung mit Stoffpuppen dargestellt wurden – und die Bekämpfung des Brandes kümmerten, der als Folge der Explosion ausgebrochen war, gab es zeitgleich noch ein weiteres Einsatzszenario auf dem Gelände der Firma Junior. Somit wurden auch die anderen beiden Löschzüge der Stadt alarmiert.

Ein Gabelstaplerfahrer, der mit Transportarbeiten eines Behälters beschäftigt war, hatte sich durch die Explosion erschrocken, weshalb der Behälter von der Gabel auf einen Mitarbeiter fiel und diesen einklemmte. Der Löschzug zwei, bestehend aus den Löschgruppen Holthausen und Oestertal, war mit dem Einsatzstichwort „eingeklemmte Person“ gerufen worden und befreite den Mitarbeiter mit Hilfe eines Hebekissens.

Da sich in dem Behälter Salpetersäure befand, die mittlerweile austrat, musste der Löschzug drei, bestehend aus den Löschgruppen Eiringhausen und Ohle, nachalarmiert werden und auch der Dekontaminationszug der Löschgruppe Hüinghausen wurde hinzu gerufen. Chemikalienschutzanzüge mussten für den Einsatz angezogen werden, die Fläche wurde abgesperrt und ein Bereich für die Dekontamination eingerichtet.

„Es ist gar nicht so einfach, eine realistische Übung zu entwickeln, in der alle Löschgruppen involviert sind“, erklärt Pressesprecher Andreas Gritschke. Dieses Mal hatten Wolfgang Menzebach und Stefan Ziegler vom Löschzug eins die Ausarbeitung der umfangreichen Übung übernommen, da dies jedes Jahr wechselt. Auch die Jugendfeuerwehr wurde mit einer Aufgabe eingebunden.

Zuspruch fand das Anüben auch bei den Besuchern, zu denen unter anderem Bürgermeister Ulrich Schulte, Vertreter der örtlichen Politik, Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel und Micheal Kling, Kreisbrandmeister für den Märkischen Kreis, gehörten. „Eine solche Übung ist wichtig, denn schließlich arbeiten viele Firmen in Plettenberg mit Chemikalien“, sagt Thorsten Spiegel.

Jährliches Anüben der Feuerwehr

Das Anüben für alle Löschgruppen sei der Startschuss für das Üben im Freien, berichtet Andreas Gritschke. Damit die Feuerwehr auch während des Übens für echte Einsätze gerüstet war, waren die Hauptwache und die Löschgruppe Selscheid auf der Wache geblieben. Im Anschluss an die Übung gab es eine Nachbesprechung auf der Wache und ein gemütliches Beisammensein.

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