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Aldi-Neubau im MK kommt - und vielleicht ein eiförmiger Kreisverkehr

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Von: Georg Dickopf

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Der Plan zeigt in roter Farbe den geplanten Aldi-Neubau parallel zur Herscheider Straße. Die grüne Spur zeigt den benötigten Platz des Aldi-Lieferverkehrs auf dem Parkplatz. Links sieht man das überbaute Korte-Grundstück und rechts in schwachem Gelbton den Umriss des heutigen Marktes.
Der Blick auf den Aldi-Markt an der Herscheider Straße zeigt am linken Bildrand die Hangfläche unterhalb der Hestenbergstraße, die die Stadt Plettenberg an Aldi abtreten würde, damit der geplante Neubau parallel zur Herscheider Straße unterhalb des Hangs errichtet werden kann. Unten rechts sieht man den einstigen Stammsitz der Firma Korte, der zur Schaffung weiterer Parkplätze genutzt werden soll. Wie Bürgermeister Ulrich Schulte betonte, soll die Zufahrt zum neuen Aldi-Markt zukünftig möglicherweise über einen eiförmigen Kreisverkehr erfolgen. Die Aldi-Ampel könnte dann entfallen.  © D. Lohmann

 Die Zeiten, in denen ein Aldi-Markt wie einst an der Uhlandstraße jahrzehntelang unverändert genutzt wurde, sind vorbei. 

Plettenberg - Nach dem Teilabriss in Ohle soll nun auch der Aldi-Markt an der Herscheider Straße deutlich vergrößert werden. Und dazu soll der bestehende Markt komplett abgerissen werden.

Der Neubau soll nach den Plänen des Discounters ein Stück weit in den Hang unterhalb der Hestenbergstraße Platz finden, damit davor noch genug Raum für Parkplätze übrig bleibt. Zusätzlich soll dazu noch der einstige Stammsitz der Firma Korte genutzt werden, wie Immobilienmakler Ralf Beßler auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Der Abriss des Gebäudes würde Platz für weitere Parkplätze schaffen.

Die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses gaben dazu am Mittwoch grünes Licht und begrüßten einhellig die Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des Discounters, der zukünftig statt 800 Quadratmeter rund 1 100 Quadratmeter groß sein soll.

Neubau parallel zum Hang geplant

Da der vorhandene Platz dafür nicht ausreichen würde, ist ein Neubau parallel zur Herscheider Straße geplant. Um davor noch genug Parkplatzflächen und die seitliche Warenanlieferung per Lkw zu haben, soll der Neubau ein Stück weit in den Hang gebaut werden. Wie Bürgermeister Ulrich Schulte im Nachgang der Sitzung betonte, sei die Stadt bereit, ein Stück der Hangfläche abzutreten. „Aldi benötigt für die Umsetzung der neuen Geschäfts mehr Platz, lässt uns bei der verkehrlichen Anbindung aber völlig freie Hand“, sagte Schulte. Dies stieß auch bei den Ausschussmitgliedern auf offene Ohren, denn schon lange ist den Kommunalpolitikern die bisherige Ampellösung im Bereich der Straße Im Winkel ein Dorn im Auge, da sie die Staubildung auf der ohnehin stark belasteten Herscheider Straße noch erhöht.

Martina Reinhold (SPD) begrüßte im Ausschuss die Kopperationsbereitschaft von Aldi und empfahl zugleich, bei einer etwaigen Kreisellösung Fördermittel zu beantragen.

Gutachter soll Verkehrsstrom prüfen

Wie Planungsamtsleiter Till Hoffmann auf weitere Nachfrage von Uwe Meister (CDU) erläuterte, wolle man seitens der Stadt Plettenberg zunächst die verkehrliche Situation von einem Gutachter prüfen lassen, um dem Landesbetrieb Straßen.NRW dann eine verlässliche Lösung der zukünftigen Verkehrsanbindung präsentieren zu können. Der Aufwand betrage nur einige tausend Euro, doch dies sei notwendig, „sonst werden die uns bei Straßen.NRW möglicherweise nicht ernst nehmen“, sagte Hoffmann.

Der Ausschussvorsitzende Klaus Ising (CDU) gab zu bedenken, dass bei allen Überlegungen weiter gewährleistet sein müsse, dass man vom Marler Weg noch ohne große Zeitverzögerung auf die Herscheider Straße einbiegen könne.

Für Michael Schulte (FDP) war entscheidend, „dass die unsägliche Aldi-Ampel verschwindet.“

Wie Bürgermeister Ulrich Schulte im Nachgang der Sitzung betonte, schwebt auch der Stadt ein Abbau der besagten Aldi-Ampel vor. Daher werde man nach dem entsprechenden Ratsbeschluss prüfen lassen, inwieweit ein eiförmiger Kreisverkehr im Bereich der Kreuzung Am Wall/Herscheider Straße/An der Lohmühle mitsamt Aldi-Abzweig die Verkehrsprobleme lösen könnte.

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