Job-Speed-Dating für DURA-Mitarbeiter

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Über 100 Dura-Mitarbeiter hatten beim Job-Speed-Dating Bewerbungsgespräche im Zehn-Minuten-Takt.

Plettenberg - Die Suche nach einem neuen Job beschäftigt derzeit viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DURA, die ihre Kündigungen zum 01. Mai 2019 erhalten haben. Beim Job-Speed-Dating in der Oesterhalle in Plettenberg trafen am Freitag 110 Arbeitssuchende und 25 Personalsuchende zusammen. Für beide Seiten – insbesondere aber für die von Kündigungen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - war das eine gute Möglichkeit, neue berufliche Schritte zu eruieren.

Agenturchefin Sandra Pawlas berichtet: „Als uns die Größenordnung der anzeigepflichtigen Entlassung von DURA bekannt wurde, war uns umgehend klar, dass hier ein Ausnahmezustand besteht und wir ein besonderes Dienstleistungsangebot benötigen, um die betroffenen Personen adäquat zu unterstützen. Das geht weit über unser reguläres „Geschäft“ hinaus. So haben wir ja tageweise ein sogenanntes Vermittlungsbüro in den Räumlichkeiten von DURA gehabt, um den Personen vor Ort kurze Wege zu ermöglichen und frühzeitig beraten zu können. Andersherum haben wir mit dem Job-Speed-Dating, das von TÜV NORD Bildung umgesetzt wird, eine extra Maßnahme eingekauft, um Arbeitgeber und Arbeitnehmer in schneller Form zusammen zu bringen!“

Organisierten das Job-Speed-Dating für Dura-Mitarbeiter in der Oesterhalle: Hermann Oecking, Geschäftsführer TüV Nord Bildung, Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit, Bürgermeister Ulrich Schulte und Jochen Grün, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit.

Dem stimmt auch Bürgermeister Ulrich Schulte zu: „Natürlich liegt es auch in meinem Interesse, dass Plettenbergs Bürgerinnen und Bürger beschäftigt bleiben. Bei DURA kommt zusammen, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lange im heimischen Betrieb beschäftigt waren und dadurch auch nur DURA als Arbeitgeber kennen. Hier sind besondere Aktivitäten erforderlich, um diese Personen in eine Folgebeschäftigung zu bringen. Mein Dank gilt der Arbeitsagentur, die die Situation so frühzeitig erkannt und Initiative ergriffen hat, aber auch TÜV NORD Bildung, die das Speed-Dating umsetzen. Die Stadt stellt dazu gerne die Räumlichkeiten zur Verfügung.“

Hermann Oecking, Geschäftsführer des TÜV NORD Bildung erklärt: „Wir begleiten den Prozess von Menschen in Arbeit als Bildungsträger schon eine lange Zeit. Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und damit auch in unsere gesellschaftliche Mitte, bedeutet, wertvolle Chancen zu bilden – für alle Seiten.“

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden intensiv auf das Job-Speed-Dating vorbereitet, beispielsweise durch simulierte Bewerbungsgespräche. Erfahrene Job-Coaches unterstützten sie dabei, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen und zu aktualisieren. In individuellen Profiling-Gesprächen wurden die persönlichen Stärken, Fähigkeiten und bisherigen Berufserfahrungen zusammengestellt und im Vorfeld die Bedarfe der Unternehmen mit den Profilen der Arbeitssuchenden abgeglichen und zugeordnet. Abgedeckt wurden damit die Branchen Metall- und Maschinenbau, Lager und Logistik, Spedition sowie Berufskraftfahrer.

Zufrieden zeigte sich auch Andre Petri, Justizvollzugsamtsinspektor der JVA Attendorn-Ewig, der sechs freie Stellen zu vergeben hat und einige aussichtsreiche Bewerber präsentiert bekam.

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arbeitslooser
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Zwei Fragen bleiben offen:
1. Warum kann die Arbeitsagentur solch ein speeddatig nicht ansatzweise eigenständig organisieren? Zustände wie bei Frau von der Leyen und ihren Beratern. Der von Agenturleiterin Frau Pawlas festgestellte Ausnahmezustand könnte ja auch mal bedeuten, das Tempo im eigenen Haus auf Betriebstemperatur zu bringen. Vor einigen Jahren hatte ich als Arbeitgeber umfangreichen Kontakt zur Agentur. Seitdem nur noch ohne! Wenn man die Bewegungsgeschwindigkeit dort beobachtet spricht man in der Technik von slowmotion. Letzlich kostet es ja nur Steuergeld, also egal.
2. Journalistisch mager, wie war die Resonanz bei den Betroffenen. Gab es Differenzen zwischen bisherigem Entgeld und den Angeboten. Wirkt sonst doch wie Hofberichterstattung der BA