Affelner Straße nach Ostern gesperrt

Vollsperrung ist ohne Alternative

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Die Affelner Straße wird nach Ostern gesperrt. Daran führt jetzt kein Weg mehr vorbei.

Plettenberg - Gerade einmal zwei Tage alt ist die neue Direktbusverbindung zwischen Plettenberg und Neuenrade, doch in rund zwei Monaten muss die neue Buslinie erst einmal auf Eis gelegt werden, denn ab Mitte April soll die Affelner Straße (L697) voll gesperrt werden. 

Am Dienstag kamen dazu im Plettenberger Rathaus der Neuenrader Bürgermeister Antonius Wiesemann, Pletenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte, Mitarbeiter der städtischen Bauabteilungen sowie drei Vertreter des Landesbetriebs Straßen.NRW zusammen.

Die Hoffnung der beiden Stadtoberhäupter, die Vollsperrung der wichtigen Verkehrsachse zu verhindern, war relativ schnell dahin, denn Abteilungsleiter Dirk Stiepert konnte anschaulich erläutern, warum es keine Alternative zur Vollsperrung gibt. Die ursprünglichen Planungen zum Ausbau der Straßen seien nach einem Bodengutachten hinfällig gewesen, das kurz vor Weihnachten auf dem Tisch der Straßenplaner landete. 

„Der Untergrund ist so schlecht, dass wir die Straße in großen Bereichen auf einer Tiefe von 2,60 Meter ausschachten und mit bewehrter Erde komplett neu aufbauen müssen“, erklärte Stiepert. Um eine einzelne Fahrspur einrichten zu könne, hätte man eine Breite von 8,50 Meter benötigt – die L697 ist jedoch größtenteils nur sechs Meter breit. Eine halbseitige Verkehrsführung scheidet daher aus. 

Bürgermeister Ulrich Schulte in Plettenberg.  

„Wir müssen einsehen, dass es so ist und angesichts der Massen, die dort bewegt werden müssen, nichts anderes möglich ist. Es ist leider so“, bedauerte Antonius Wiesemann. „Wir haben wirklich jede spinnerte Idee durchgesprochen, um irgendwie den Verkehr umzuleiten, aber wenn die Straße auf 2,60 Meter Tiefe ausgekoffert werden muss, kommen wir um die Sperrung nicht herum“, erklärte Ulrich Schulte. „Wir müssen jetzt versuchen, mit der MVG die Anbindung der einzelnen Ortsteile weiterhin sicherzustellen“, ergänzte Wiesemann, der bedauerte, dass die gerade erst neue Direktverbindung schon bald wieder unterbrochen werden muss.

 Die Baukosten betragen laut Dirk Stiepert rund 2,8 Mio, Euro. Die Arbeiten sollen nach den Osterferien Mitte April starten und bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein.  

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