LWL-Klinik soll im Juli endlich eröffnen

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In diesen Tagen wurde die Notfalltreppe an der LWL-Klinik installiert, die nun im Juli eröffnen soll.

Plettenberg – Es hat fast drei Jahre gedauert, doch nun gibt es Licht am Ende des Tunnels. Die LWL-Tagesklinik an der Bahnhofstraße soll im Juli eröffnet werden. Das bestätigte Chefarzt Dr. Ulrich Bodensieck, der aktuell vier psychiatrische Stationen in Hemer sowie die Tagesklinik in Iserlohn und demnächst auch die Tagesklinik Plettenberg leiten wird.

Einen hundertprozentigen Termin habe ich noch nicht, aber wir gehen von Juli aus“, sagte Bodensieck, der dafür aber nahezu das gesamte Mitarbeiterteam komplett hat. Von baulicher Seite sei man von der neuen Tagesklinik in Plettenberg sehr angetan. Die offizielle Übergabe erfolge im April. Aktuell würden die Innenausbauarbeiten im Klinikbereich anlaufen. Ziel sei es zwar gewesen früher zu eröffnen, „aber jetzt geht es im Sommer definitiv los“, so Bodensieck, der mit der therapeutischen Behandlung auch schon früher startbereit gewesen wäre. 

Grundstücksrechtliche Verzögerungen in der Anfangsphase, ein strenger Winter und Abstimmungsprobleme zwischen dem LWL Münster und den Verantwortlichen der Hans-Prinzhorn-Klinik in Hemer hatten für zeitliche Verzögerungen gesorgt. Im Ambulanzbereich der Tagesklinik werden nach den Angaben des Chefarztes in Zukunft Daan Berkhout und Wilfried Prüser als Psychotherapeuten eingesetzt.

 Berkhout hält den Ambulanzbetrieb aktuell in der Überbrückungsphase in einem Praxisraum im benachbarten Institut für Arbeitsmedizin aufrecht. Die Tagesklinik, der eine Fläche von rund 700 Quadratmetern zur Verfügung steht, soll vorerst Platz für 20 Patienten haben und eine Anlaufstelle für Menschen mit Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen werden. Zum Personal zählen die Oberärzte Thomas Kümmel und Silke Scholz, eine psychotherapeutische Fachkraft, drei bis vier Pflegekräfte sowie Ergo-, Sport- und Bewegungstherapeuten.

 „Insgesamt werden in Plettenberg zwölf Vollzeitstellen geschaffen“, sagte Bodensieck. Trotz der Ambulanz soll die Tagesklinik keine Konkurrenz zu niedergelassenen Fachärzten sein, sondern vielmehr als Ergänzung dienen. Und vor allem sollen die Wege für die Patienten deutlich verkürzt werden, die bislang bis nach Hemer oder Iserlohn fahren mussten. Was mit dem Auto schon mühselig ist, war dabei für Patienten, die auf den Nahverkehr angewiesen sind, ein Halbtagesausflug.

 Die Kosten für den Bau des Gesamtkomplexes, in dem das Obergeschoss noch zum Verkauf bzw. zur Vermietung steht, belaufen sich nach Informationen unserer Zeitung auf rund 3,5 Millionen Euro. Besitzer der Immobilie ist die Baufirma Mees. Aktuell wird mit Unterstützung eines Schwerlastkrans der Firma Dunkel die feuerverzinkte Fluchttreppe an der Außenwand der LWL-Klinik installiert. Die Aufräumarbeiten rund um das Klinikgelände sind wie berichtet mittlerweile abgeschlossen. Im März soll die Baufirma Trippe mit der Anlage eines neuen Gehwegs beginnen, der als verbindendes Band zur Innenstadt den Startschuss zur Stadtsanierung bildet. Immerhin dürften die Pflasterarbeiten rechtzeitig zu der um rund ein Jahr verspäteten Klinikeröffnung beendet sein.

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