Ordnungsamt appelliert an Tierhalter für mehr Rücksicht

Ärger um Hundekot: Das sagt die Stadt

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Auch auf dem Fußweg von der Unteren Grabenstraße zum Bahnhof liegt häufig Hundekot.

Plettenberg – Nicht nur privaten Grundstückseigentümern sind sie ein Graus, auch die Öffentlichkeit leidet unter ihnen: Die Exkremente von Hunden sind regelmäßig ein Thema, das für viel Aufregung sorgt. Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach darüber berichtet, aber anscheinend hört das Problem nicht auf. Besonders Eiringhausen wird immer wieder zum Tretminenfeld, was Kothaufen betrifft.

Ob Gehweg, Spielplatz oder Grünanlage, nirgendwo scheint man vor den unappetitlichen Hinterlassenschaften sicher zu sein. Aktuell ist vor allem das Bahnhofsumfeld stark von Hundekot-Verunreinigungen betroffen, worunter nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch diejenigen leiden müssen, die den Kot stattdessen beseitigen müssen oder ihn durch Mähmaschinen durch die Gegend schleudern. Insbesondere die Stadtgärtner haben ihre Last mit den ekelerregenden und zudem noch gesundheitsschädlichen tierischen Abfällen. 

Im Bestreben, das Stadtbild durch kontinuierliche Grünpflege positiv zu fördern, sind sie mit ihren Gerätschaften wie Rasenmähern und Freischneidern dem Dreck regelmäßig ausgesetzt. „Für viele verantwortungsvolle Hundebesitzer ist es heute schon eine Selbstverständlichkeit, die in Spendern angebotenen oder die für kleines Geld selbst erworbenen Plastikbeutel zu verwenden“, sagt Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel. Da er selbst Hundebesitzer ist, versteht er nicht, wie man keine Kotbeutel dabei haben kann, geschweige denn den Hundekot nicht beseitigt. „Die Beutel kosten wirklich nicht viel und man kommt lange mit einem Päckchen aus. Mir ist es unerklärlich, warum so viele Hundebesitzer so rücksichtslos sind. 

Lang vorbei seien doch eigentlich die Zeiten, in denen das Einsammeln des Kots zum Teil noch „hinter vorgehaltener Hand“ geschah. Heute sei es eher „en vogue“, mit Gelassenheit zu tragen, was nun einmal unvermeidlich ist – bis zum nächsten Mülleimer. Dennoch scheint die Botschaft, dass öffentliche Grünflächen oder Wege keine Hundetoilette sind, noch nicht bei jedem Hundeliebhaber angekommen zu sein. Gleiches gilt für großflächige Wiesen, die in aller Regel von deren Eigentümern zur Gewinnung von Tierfutter genutzt werden. 

Der altbekannte, dennoch nicht minder unzutreffende Spruch „Dafür zahle ich doch Hundesteuer!“ darf dabei gern als Irrglaube aus dem Gedächtnis gelöscht werden. „Eine Verbindung zwischen Hundekot und –Steuer besteht selbstredend nicht“, erklärt Thorsten Spiegel. 

Daher bittet die Stadt Plettenberg alle „Gassigänger“ - im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens von Mensch und Tier in der Vier-Täler-Stadt darum, das mitzunehmen, was ihr Tier unter sich gelassen hat. Denn wohlgemerkt ist das verrichtete Geschäft nicht das Verschulden der Hunde, seine Beseitigung wohl aber Zeichen des Anstands der ihn begleitenden Person. Zudem ist es auch gesetzliche Pflicht. Deren Missachtung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, deren verstärkte Kontrolle sich das städtische Ordnungsamt, Sachgebiet Straßenverkehr und Umwelt, auf die Fahne geschrieben hat. 

Es wird dazu aufgerufen, einen Beitrag zur Sauberhaltung der Stadt zu leisten und gar nicht erst ein Bußgeld von 35 bis 100 Euro zu riskieren. „Die Höhe der Strafe richtet sich danach, ob es ein Wiederholungstäter ist oder nicht, und wie verständnisvoll jemand ist, der erwischt wird“, sagt Thorsten Spiegel.

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