Wer erwischt wird, dem blüht Bußgeldbescheid bis 70 Euro

Eiringhauser Fußweg von Hundekot übersät

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Einer ganz schöne Sauerei sind die Fußgänger in Eiringhausen ausgesetzt. Der Fußweg oberhalb der Landstraße 697 ist von Hundekot-Tretminen übersät.

Plettenberg – Es stinkt und die Fußgänger müssen höllisch aufpassen nicht hineinzutreten. Alle paar Schritte ist eine neue Hinterlassenschaft eines Hundes auf dem Fußweg oberhalb der Landstraße 697 in Eiringhausen vorzufinden. Eine ziemliche Sauerei.

Dass der Fußweg ein solches Problem ist was Hundekot angeht, war sowohl dem Ordnungsamt als auch dem Bauhof bisher nicht bekannt. „Ich höre zum ersten Mal davon“, sagen Stefanie Schade vom Ordnungsamt und Robert Wieseler vom Bauhof auf Anfrage der Heimatzeitung. Einen Behälter für Hundekot-Beutel gibt es an dieser Stelle zwar nicht – allerdings nicht weit entfernt am Plettenberger Bahnhof.

Robert Wieseler erinnert jedoch auch: „Die Hundebesitzer müssen sich selbst um die Beutel kümmern. Die Stadt hat keine Verpflichtung, die Behälter dafür aufzustellen und aufzufüllen. Das ist eine Serviceleistung und die kostet viel Geld.“ 2 000 Euro würde die Stadt für die Beutel im Jahr bezahlen. Der Bauhof fülle die Behälter immer mal wieder nach. Wie regelmäßig dies passiere, sei unterschiedlich. „Das kommt auf die Leute an“, sagt Wieseler. Leider gebe es Personen, die anstatt selbst Beutel zu kaufen, einfach den kompletten Inhalt mitnehmen würden – „und das ist ja nicht Sinn der Sache“.

Aufgestellt wurden die Behälter vom Bauhof dort, wo über die Jahre schwerpunktmäßig viel Hundekot liegen bleiben würde – wie zum Beispiel zuvor am Bahnhof.

Wer erwischt wird, zahlt bis zu 70 Euro

„Es ist sogar schon vorgekommen, dass wir Grünschnittarbeiten an der Waterkant erledigt haben und ein Bürger seinen Hund direkt dort das Geschäft verrichten ließ, ohne es anschließend zu beseitigen“, erzählt Wieseler. Als man den Hundehalter darauf hingewiesen habe, weigerte er sich, tätig zu werden. Als man drohte die Polizei zu rufen, sei der Mann weggelaufen. Wird ein Hundebesitzer vom Ordnungsamt erwischt, blüht diesem ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro beziehungsweise ein Bußgeldbescheid (70 Euro).

Es sei nicht selten, dass in Fällen, in denen niemand erwischt werde, der Bauhof anrücke, um den Gehweg zu säubern. Das sei vor allem dann der Fall, wenn der Gehweg von keinem Anliegergrundstück aus erschlossen sei – „der Anlieger also nicht reinigungspflichtig ist“, wie Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel erklärt. Der Bauhof könne außerdem bei extrem intensiven Verunreinigungen helfen. Die Entfernung solle dem Anlieger nach der Rechtsprechung nämlich nicht zugemutet werden, wenn sie für einen Gehweg untypisch sei oder zum anderen der Anlieger gezwungen wäre, mehr als einfache Hilfsmittel (Schaufel, Besen, Handfeger, Kehrblech) einzusetzen.

Grundsätzlich sei die Entfernung von Hundekot noch Teil der Reinigungspflicht der Anlieger. Zwar sind Hundebesitzer selbst vorrangig reinigungspflichtig, darauf könne sich der Anlieger jedoch nicht erfolgreich berufen. An vielen Stellen ist eine solche Hinterlassenschaft für Anwohner also doppelt ärgerlich. „Hundebesitzer sollten sich – auch im Eigeninteresse – fair verhalten und Hundekot sofort selbst vom Gehweg entfernen“, appelliert Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel abschließend.

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